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Bürgermeister Mathias Geiger.

Eschborn

„Die Bürger stehen hinter mir“: Matthias Geiger kandidiert erneut in Eschborn

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Mathias Geiger erläutert die Gründe für seine erneute Kandidatur als Rathauschef in Eschborn.

Vor sechs Jahren hat es auch geklappt: „61,1 Prozent“ steht auf der Postkarte, die Wolfgang Ochsenfeld hervorzieht. „Da kommen wir wieder hin“, ist der Eschborner überzeugt, der sich im „Freundeskreis für Mathias“ engagiert. Das Unterstützerkomitee für den amtierenden Rathauschef Mathias Geiger (FDP) war schon im Wahlkampf 2013 aktiv. Jetzt hat sich die Truppe erneut formiert, um im Vorfeld der Bürgermeisterwahl am 20. Oktober dafür zu sorgen, „dass ein Eschborner Bürgermeister bleibt, der mit den Füßen auf der Erde steht und nicht wie der Vorgänger den ‚Fürst von Eschborn‘ macht“. Zu den Unterstützern Geigers zählen auch FDP-Parteichef Christoph Ackermann und die parteilose Stadträtin Irmtraud Bottoms.

Das Amt des Eschborner Bürgermeisters bereite ihm unverändert Freude und durch „anhaltend positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung“ fühle er sich in seiner Arbeit bestätigt, begründete Geiger gestern vor Journalisten seine erneute Kandidatur. Auch die Mitarbeiter der Eschborner Stadtverwaltung seien mit seiner Amtsführung zufrieden. Eine von Experten durchgeführte anonyme Umfrage im Rathaus habe dies gezeigt.

Dass er lange Zeit zuwartete, ehe er seine Kandidatur bekanntgab, sei innerfamiliären Gründen geschuldet, sagte der 61-Jährige. „Ich musste vor allem meine Frau und meine Tochter, die in Übersee lebt, überzeugen.“ Kein Hinderungsgrund, zur Wahl anzutreten, sei dagegen die Verurteilung vor dem Frankfurter Landgericht zu einer Geldstrafe wegen Geheimnisverrats. „Wenn die Revision vom Bundesgerichtshof angenommen wird, muss womöglich alles neu verhandelt werden.“

Geiger kandidiert als Unabhängiger

Er kandidiere als Unabhängiger, fühle sich allein den Bürgern und keiner Partei verpflichtet, betonte Mathias Geiger, der vor über 40 Jahren als Lehrling im Eschborner Rathaus seine Verwaltungslaufbahn begonnen hatte. Ehe er die Bürgermeisterstichwahl 2013 gewann, war er zum Ersten Stadtrat aufgestiegen.

Dass sein Kontrahent von der CDU, Adnan Shaikh, auch von SPD und Grünen unterstützt wird, wertete der FDP-Politiker als Nachteil für die Stadt. „Es wird zum Stillstand kommen, weil die drei Fraktionen bei wichtigen Punkten unterschiedlicher Auffassung sind.“

Trotz heftiger politischer Widerstände habe er in seiner ersten Amtszeit viel erreicht, sagte Geiger. Der Projektstau aus der Zeit seines Vorgängers Wilhelm Speckhardt (CDU) sei zu einem erheblichen Teil aufgelöst. Die Abfahrt von der Autobahn 648 ins Gewerbegebiet Süd sei in Bau, das Notfallzentrum fast fertig, ein neues Jugendhaus und eine Zweifeldhalle an der Heinrich-von-Kleist-Schule würden errichtet, ein bürgernahes Konzept für die Sanierung der Alten Mühle liege auf dem Tisch. Geigers Pläne für seine zweite Amtszeit: mehr bezahlbaren Wohnraum auch für Senioren schaffen, das Rathaus „nach dem Willen der Bürger“ sanieren, die Stadthalle neu bauen und die westlich der A5 geplante „monströse Josefstadt“ verhindern. „Ein solches Frankfurter Baugebiet hätte gravierende Folgen für den Verkehr in Eschborn“, findet Geiger.

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