Kommunales Kino

Besucher dürfen in Eschborn mit Profis auf die Bühne

  • schließen

Der neuer Vorstand will das Eschborn K zur Plattform für Kulturinteressierte machen.

Das Eschborn K hat ein Stück Eschborner Stadtgeschichte geschrieben. Als eines der ersten kommunalen Kinos Deutschlands wurde es 1972 als Unterabteilung des Volksbildungswerkes Eschborn gegründet. Im Oktober desselben Jahres wurde der erste Film vorgeführt. Seither ist das Eschborn K in der Jahnstraße ein Kino mit Club-Atmosphäre. Seit März 1974 gibt es darüber hinaus die Kleinkunstbühne mit Live-Programm. Gezeigt werden dort Kabarett, Folk, Blues, Jazz, Theateraufführungen, Ausstellungen, Performances, Kinderkonzerte und Poetry Slam.

Auch wenn die Veranstaltungen gut besucht sind, so ganz zufrieden ist Heinz Peter, Mitglied des im Frühsommer neu gewählten Vereinsvorstandes nicht. „Wir müssen uns nichts vormachen. Unsere Mitglieder, die ehrenamtlichen Helfer und unser Publikum werden immer älter, der Nachwuchs ist rar“, sagt Peter der FR. „Wir müssen ein neues, jüngeres Publikum ansprechen, wenn wir weiterhin erfolgreich sein wollen. Das ist alternativlos“, ist Peter überzeugt.

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen sie im Vorstand des Eschborn K „an allen Schrauben drehen“. Bürger sollen künftig die Chance bekommen, im Eschborn K eigenverantwortlich Kulturveranstaltungen auf die Beine zu stellen, ohne sich deshalb sofort an das Volksbildungswerk binden zu müssen. So wolle man beispielsweise mit Eschborner Schulen zusammenarbeiten, sagt Peter. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Theater-AG der Heinrich-von-Kleist-Schule die Möglichkeit bekommt, bei uns aufzutreten. Dass wir den jungen Leute eine Plattform bieten, sie aber ihr eigenes Ding machen lassen.“

Der neue Vorstand des Eschborn K hat sich vorgenommen, „Dinge zu fokussieren, die es nur bei uns gibt“, wie es Peter formuliert. So sei etwa einmal im Monat ein Jazzabend in Verbindung mit Poetry Slam geplant. Die erste Veranstaltung ist für den 20. März 2020 angekündigt.

Mit einem noch recht neuen Format startet das Eschborn K auch in die kommende Herbstspielzeit. Bereits zum dritten Mal wird die vor einem Jahr gestartete neue Reihe „Saturdays Playground“ am Samstag, den 31. August über die Bühne gehen.

Wie schon bei der Premiere wird das Trio „Idioma“ um den Pianisten Lukas Moriz aus Mainz im Eschborn K zu Gast sein, um das musikalische Fundament zu legen. Sechs Besucher haben außerdem die Möglichkeit, mit der Begleitung der Profimusiker ihr Können zum Besten geben. Nach jeweils 15 Minuten wechseln die Solisten und eine neue Formation entsteht. Von Jazz bis Pop, von Instrumental bis Vokal sei alles möglich, sagt Heinz Peter. Am 6. September startet das Kino-Programm mit Rock im K „Bohemian Rhapsody“.

Weitere Informationen zum Programm gibt es online unter https://eschborn-k.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare