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Auf dem Weg zur Schwammstadt

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Klimaschutzmaßnahmen sollen geprüft werden

Eschborn - Eine Schwammstadt sollte Eschborn nach dem Willen der Linken werden, auch wenn diese lieber die englische Bezeichnung „Sponge City“ verwenden, weil der deutschsprachige Begriff von einem Landschaftsplanungsbüro als eingetragene Wortmarke geschützt wurde. Gemeint ist damit ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die dazu führen, dass Regenwasser nicht schnell abgeleitet wird, sondern in der Stadt bleibt und versickert. Die Idee stammt aus China und wird dort in mehreren Großstädten umgesetzt; zu den westlichen Nachahmern gehört bislang unter anderem die Stadt Hamburg.

Aber die Mehrheit in der Eschborner Stadtverordnetenversammlung will es dann doch lieber eine Nummer kleiner. Beschlossen wurde auf Antrag der Koalition aus CDU, Grünen und Freien Wählern aber lediglich, den Magistrat mit einer Prüfung der Angelegenheit zu beauftragt. Welche Elemente solcher Konzepte, so lautet die Aufgabenstellung, lassen sich sinnvoll in andere Eschborner Planungen einbeziehen, entweder zum Klima- oder zum Hochwasserschutz. Dies reichte den Linken nicht mehr aus; sie enthielten sich daher, ebenso wie auch die FDP.

Dabei gibt es unterschiedliche Einschätzungen, welcher Antrag denn eigentlich der umfassendere ist. Es gehe nicht darum, Einzelmaßnahmen zu prüfen, sondern ein Gesamtkonzept müsse her, betonte Fritz-Walter Hornung, Fraktionsvorsitzender der Linken. Es reiche auch nicht aus, Einzelheiten von anderen Kommunen zu übernehmen, sondern die Maßnahmen müssten auf die speziellen Verhältnisse in Eschborn zugeschnitten sein. Hornung appellierte, es müssten auch Mittel für ein Konzept bereit gestellt werden.

Dass ein Fachbüro beauftragt werden soll, darüber sind sich auch die anderen Parteien einig gewesen - dafür wird Geld benötigt. Es müsse aber doch darum gehen, diese Maßnahmen in andere Pläne einzupassen, damit alles zusammen einen Sinn ergebe, argumentierte Lily Sondermann, Stadtverordnete der Grünen. Unklar blieb allerdings, wann die Konzepte zum Hochwasser- und Klimaschutz vorgelegt werden und ob sich dies nun durch die Schwammstadt-Komponente verzögern darf und kann. bt

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