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Erste Bürgerin fordert Umkehr

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Von: Torsten Weigelt

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Stadtverordnetenvorsteherin Rümann-Heller sorgt sich um Ruf der Stadt. Bürgermeister Mathias Geiger begrüßt den Vorstoß und fordert, den Wählerwillen zu akzeptieren.

Es ist eine Mischung aus Machtwort und Hilferuf: Angesichts des verheerenden Bildes, das die Eschborner Politik derzeit abgibt, hat Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Rümann-Heller (CDU) gestern alle Kommunalpolitiker aufgefordert, das Klima nicht weiter zu belasten.

„Ich bin in großer Sorge, weil es um den Ruf unserer Stadt nicht zum besten steht“, schreibt die Erste Bürgerin in einer öffentlichen Erklärung. Zwar sei es erfreulich, dass das Parlament in seiner jüngsten Sitzung wichtige Entscheidungen mit breiter Mehrheit gefasst hat. Gleichzeitig entstehe jedoch in der Öffentlichkeit ein anderer Eindruck von Eschborns politischer Kultur.

Für viel Aufregung hatte jüngst die Behauptung der FAZ gesorgt, dass angeblich gegen Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) wegen Geheimnisverrats ermittelt werde – was die Staatsanwaltschaft jedoch bestreitet. „Wir sollten uns alle gemeinsam mit Bewertungen zurückhalten und diese dann vornehmen, wenn die dafür mit unser aller Vertrauen ausgestatteten Organe gesprochen haben“, kommentiert das die Stadtverordnetenvorsteherin.

Geiger selbst begrüßt den Vorstoß Rümann-Hellers: „Sie spricht mir aus dem Herzen.“ „Persönliche Angriffe, Verleumdungskampagnen und das gezielte Streuen von Gerüchten dürfen bei uns keinen Platz mehr haben“, fordert er. „Wir sind aufgefordert, den Wählerwillen zu akzeptieren.“

Betroffen von den Querelen seien auch die Mitarbeiter im Rathaus. „Wir dürfen nie vergessen, dass bei unverantwortlichen politischen Manövern nicht nur sie, sondern auch ihre Familien mitleiden“, so Geiger. Allerdings hat er zuletzt auch selbst für Unruhe in der Verwaltung gesorgt, indem er einer Vertrauten seines Vorgängers gekündigt hat.

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