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Helge Leiberg und sein „Derwisch“ bei der Eröffnung der Schau „Hin und weg“ im Skulpturenpark Niederhöchstadt.
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Helge Leiberg und sein „Derwisch“ bei der Eröffnung der Schau „Hin und weg“ im Skulpturenpark Niederhöchstadt.

Eschborn

Erstarrte Bewegung

Skulpturen von Helge Leiberg stehen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet.

Von Jöran Haders

Weit ausgebreitet oder eng ineinander verschränkt sind die Arme und Beine der Bronzeplastiken von Helge Leiberg, die seit letzter Woche an verschiedenen Orten im Eschborner Stadtgebiet stehen. Die trotz ihrer Größe fragilen Skulpturen sind nicht unauffällig-dekorativ, sondern sie ziehen auch die Blicke derer auf sich, die zufällig an den Kunstwerken vorbeilaufen. Sechs Einzelfiguren und ein Figurenpaar des 1954 in Dresden geborenen Malers und Bildhauers hat die Stadt für die Ausstellung „Hin und weg“ aufstellen lassen – drei davon im Skulpturenpark an der Steinbacher Straße.

Eine dieser drei Figuren haben Vandalen jedoch in der Nacht zum Donnerstag gewaltsam von ihrem Sockel gerissen. Sie wird jetzt repariert. Ob sie wieder auf ihren ursprünglichen Platz kommt, sei noch nicht entschieden, sagt Kulturreferentin Johanna Kiesel. 1992 wurde in Eschborn mit der Umsetzung des Kunstprojekts „Skulpturenachse“ begonnen, in das sich nun bis Mitte Oktober auch Leibergs Werke einfügen. Denkbar sei, dass sich die Stadt nach dem Ende der Ausstellung für den Ankauf einer oder mehrerer Figuren entscheide, so dass ein Teil der Skulpturen dauerhaft stehenbleiben könnte, so Kiesel.

Rund ein Dutzend Werke sind nach und nach im Rahmen der Skulpturenachse im öffentlichen Raum aufgestellt worden. Erklärtes Ziel dabei ist es, Kunst aus dem Museum zu holen und sie dahin zu bringen, wo die Menschen sind. Der 2010 eingeweihte Skulpturenpark soll „Mittelpunkt der Skulpturenachse und Keimzelle für die bildende Kunst“ sein, wünscht sich Bürgermeister Mathias Geiger (FDP).

„Hin und weg“ ist sowohl für die Stadt Eschborn als auch für Helge Leiberg eine Premiere. Noch nie hat er bisher so viele seiner Werke unter freiem Himmel ausgestellt. Und für die Stadt ist es die erste Open-Air-Schau eines einzelnen Künstlers. Inspiriert sind die in der Bewegung erstarrten Figuren Leibergs vom Ausdruckstanz. Bewegung lasse sich dreidimensional einfach lebendiger wiedergeben als in Bildern und Zeichnungen, sagt der Künstler. Für Kunsthistorikerin Stefanie Bickel, die bei der Ausstellungseröffnung die Laudatio hielt, ist Leibergs Schritt vom zweidimensionalen Bild zur Skulptur daher eine „zwangsläufige Entwicklung“.

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