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In Eppstein gibt es noch eine Menge Baulücken in den Stadtteilen.
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In Eppstein gibt es noch eine Menge Baulücken in den Stadtteilen.

Eppstein Immobilienmarkt

Auf der Suche nach Baulücken

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Viele Menschen möchten im Rhein-Main-Gebiet leben. Das bekommt auch Eppstein zu spüren. Gemeinsam mit dem Regionalverband sucht die Stadt nach Baulücken und finden 146 freie Baugrundstücke in den Ortskernen.

Der Siedlungsdruck lastet schwer auf der Rhein-Main-Region. Auch in vielen Kommunen des Main-Taunus-Kreises herrscht deutlich mehr Nachfrage nach Baugrundstücken als freie Flächen vorhanden sind. Seit 1. Januar 2014 ist die Ausweisung neuer Baugebiete für Kommunen noch schwerer geworden. „Die Städte und Gemeinden müssen jetzt nachweisen, dass die Potenziale zur Nachverdichtung in ihren Ortskernen ausgeschöpft sind, ehe neue Flächen für die Wohnbauentwicklung in den Blick genommen werden“, sagt die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes Frankfurt-Rhein-Main, Birgit Simon (Grüne).

Bei der Suche nach Baulücken in ihren Ortskernen hilft den Kommunen der Regionalverband. Er erfasst alle innerörtlichen Grundstücke, die größer als 250 Quadratmeter und unbebaut oder nur geringfügig bebaut sind in einer Datenbank.

Vom Ergebnis überrascht

Als erste Kommune im Main-Taunus-Kreis macht Eppstein von dem Serviceangebot Gebrauch. Bürgermeister Alexander Simon (CDU) ist überrascht vom Ergebnis. Immerhin 146 freie Flächen sind demnach in Eppstein und seinen Stadtteilen groß genug, um darauf ein Wohnhaus zu errichten. Auf 262 Grundstücken ist eine Nachverdichtung möglich.

Laut Birgit Simon liegt die durchschnittlichen Grundstücksgröße der Eppsteiner Baulücken bei 700 Quadratmetern, die Gesamtgröße bei 10,2 Hektar. Die meisten der unbebauten Flächen gibt es in Eppstein und Vockenhausen, die wenigsten in Ehlhalten und Niederjosbach.

Auf der Basis der vom Regionalverband gelieferten Daten hat das Stadtplanungsamt die Flächen bewertet und bereits ein Baulückenkataster erstellt, das demnächst veröffentlicht wird. Die Grundstückseigentümer sollen von der Stadt angeschrieben werden, um zu klären, ob sie bereit sind, den jeweiligen Bauplatz zu verkaufen. Bei Interesse können die Flächen auch in einem Baulückenkataster im Internet angeboten werden. Nicht jede Lücke sei tatsächlich bebaubar, räumt Bürgermeister Simon ein. Die Bauleitplanung, wasser-, natur- und denkmalschutzrechtliche Bestimmungen könnten dem entgegenstehen. Manchmal passe auch einfach die Topografie nicht.

Eigentümer wollen verkaufen

Der Regionalverband hat sein Baulückenprojekt bereits in mehreren Kommunen in der Region umgesetzt. Daran gearbeitet wird aktuell unter anderem in Usingen, Neu-Anspach, Bad Homburg und Kronberg. Auf etwa einem Drittel der auf diese Weise ermittelten Baugrundstücke gebe es anschließend Bewegung, weiß Birgit Simon. „Die Eigentümer haben Interesse, zu verkaufen oder selbst zu bauen.“

Zusätzliche Bauplätze in den Ortszentren zu finden sei „ein Pfund für die demografische Entwicklung“, findet die Grünen-Politikerin. „Wenn junge Leute oder Familien zuziehen, weil sie sich dort ein neues Haus bauen können, stärkt das die Sozialstruktur und hält die Ortskerne stabil.“

Für Alexander Simon ist noch ein weiterer Aspekt wichtig. Es gehe auch darum, die Infrastruktur wie Kanäle oder Straßen besser auszunutzen und somit bezahlbar zu halten, sagt er.

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