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Mit dem Bau des Turmes der Eppsteiner Burg wurde im 13. Jahrhundert begonnen.
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Mit dem Bau des Turmes der Eppsteiner Burg wurde im 13. Jahrhundert begonnen.

Eppstein

Steinschlag am Bergfried

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Turm der Burg Eppstein muss im Frühjahr saniert werden. Das bröckelnde Mauerwerk könnte Menschen gefährden.

Auch wenn der Corona-Lockdown wieder endet – die Burg Eppstein wird erst mal kein Ausflugsziel mehr sein. Das mittelalterliche Gemäuer, in dem auch das Burgmuseum untergebracht ist, bleibe bis auf weiteres geschlossen. Das bestätigte Stadtsprecherin Monika Rohde-Reith auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Grund sei der schlechte bauliche Zustand des 25 Meter hohen Bergfrieds. Eine Untersuchung mit Drohnen sowie durch Kletterer einer Spezialfirma habe gezeigt, dass kleine Steine aus dem Mauerwerk des Turmes fallen. Sie könnten Menschen gefährden. Die Stadt habe die Sicherungspflicht für den Aufstieg zur Burg, sagte Rohde-Reith.

Im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, soll der Bergfried eingerüstet und saniert werden. Bürgermeister Alexander Simon (CDU) rechnet mit umfangreichen Arbeiten und hofft auf Unterstützung von Kreis und Land sowie auf die Hilfe des Burgvereins. Dieser hatte erst im vergangenen Herbst ein Beleuchtungsprojekt für die Burgruine hoch über der Stadt gestartet. Dabei wurde auch der Bergfried entsprechend in Szene gesetzt.

Stefanie Münch vom Eppsteiner Hochbauamt kennt die Gründe für das bröckelnde Mauerwerk des Turmes. Ihren Angaben zufolge ist bei der Sanierung in den frühen 1970er Jahren Zementmörtel zum Verfugen verwendet worden, der kein Wasser durchlässt. Das Wasser habe sich seinen Weg durch die Schiefersteine gebahnt und deren Schichten gelöst. „Die Steine bröseln geradezu weg“, erläutert Münch. Nun solle zum Verfugen Kalkmörtel genommen werden. Er lasse das Wasser in den Fugen abfließen.

Erstmals in historischen Quellen erwähnt wurde der Eppsteiner Bergfried im Jahr 1482. Errichtet hatten ihn die Herren von Eppstein als Demonstration ihrer Macht bereits im 13. Jahrhundert, und zwar dort, wo er am besten zur Geltung kommt – auf dem höchsten Punkt des Burggeländes. Der Turm wurde in vier Bauphasen vollendet und diente im Laufe der Jahrhunderte als Gefängnis sowie als Ausguck und Wohnung für den Türmer.

Sechs Ringanker wurden Anfang der 1970er Jahre eingesetzt, um den baufälligen Bergfried, der eine Mauerdicke von bis zu 3,20 Metern hat, zu stabilisieren. Von 2007 bis 2011 wurde der Turm bauhistorisch untersucht und innen restauriert.

Seit 1994 wird die Burg Eppstein regelmäßig untersucht und erforscht. Expert:innen kartieren Schäden im Mauerwerk und analysieren die Bauphasen der einstigen Gebäude. Erst im vergangenen Jahr musste ein Riss in der westlichen Zwingermauer über dem Burgaufgang provisorisch gesichert werden. Das instabil gewordene Mauerwerk hätte sonst womöglich einstürzen und Fußgänger:innen verletzen können.

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