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Stadt denkt über Windpark-Teilhabe nach

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Betrieb würde Geld bringen / Niedernhausen plant die riesigen Räder auf Burgstadt-Gebiet

Eppstein - Wird die Stadt Betreiberin von Windrädern? Das ist nicht ausgeschlossen, aber nicht auf dem eigenen Stadtgebiet und nicht alleine. In einer bestimmten Variante könnte es darauf hinauslaufen. Das ist denkbar, weil die Stadt Flächen in der Nachbargemeinde besitzt. Die Rede ist von einem Gelände zwischen den Niedernhausener Stadtteilen Oberjosbach und Lenzhahn. Es handelt sich um eine Vorrangfläche für Windkraft, ist also dafür reserviert. Wie bei allen Vorrangflächen ist es aber so, dass ohne den Eigentümer nichts geht, und das ist Eppstein. 163 000 Quadratmeter ist das Gebiet groß.

Niedernhausen hat die Burgstadt daher im Frühsommer mit der Frage angeschrieben, ob sie an einem Gemeinschaftsprojekt interessiert ist. Die Stadtverordnetenversammlung diesseits der Kreisgrenze hat sich dafür entschieden. Ausschlaggebend ist dabei sicher gewesen, dass Bürger die Windräder von keinem der Eppsteiner Stadtteile aus sehen werden. Denn die Stadt hatte sich gegen solche Kraftwerke zwischen Bremthal, Wildsachsen und Langenhain auch mit der Begründung gewehrt, diese beeinträchtigten das Landschaftsbild.

Während die Verantwortlichen nun in Niedernhausen auf eine Machbarkeitsstudie zu den Details warten, wird demnächst eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der die Gemeinde Taunusstein beteiligt ist. Denn auch zwischen Niedernhausen und Taunusstein könnten Windräder gebaut werden. „Wir könnten die Flächen einfach an einen Investor verpachten“, sagt Eppsteins Bürgermeister Alexander Simon. Mehr Geld in die Kasse käme nach Simons Worten wohl, wenn Eppstein am Betrieb beteiligt würde. An einer Betreibergesellschaft könnte neben den Kommunen eine Firma beteiligt sein, die alles abwickelt. Sie würde dafür bezahlt - was an Gewinn übrig bleibt, geht an die Gesellschafter.

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