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Der 25 Meter hohe Turm der Burgruine Eppstein wird in wenigen Tagen komplet eingerüstet sein.
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Der 25 Meter hohe Turm der Burgruine Eppstein wird in wenigen Tagen komplet eingerüstet sein.

Eppstein

Mauer des Eppsteiner Bergfrieds muss saniert werden

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Das Gerüst, das eine Fachfirma am Turm der Eppsteiner Burgruine aufstellt, hilft Experten, Schäden im Mauerwerk zu erkennen. Mehr als 100 00 Euro gibt die Stadt dafür aus.

Zu weit mehr als der Hälfte ist der Bergfried der Eppsteiner Burgruine bereits eingerüstet. Ein paar Tage werden die Fachleute noch damit beschäftigt sein, die Stahlkonstruktion bis zur Turmspitze in 25 Meter Höhe hochzuziehen. Danach kann ein Expertenteam anrücken und die Mauer des Bergfrieds Zentimeter für Zentimeter unter die Lupe nehmen, um zu sehen, wo Ausbesserungsarbeiten nötig sind.

Bürgermeister Alexander Simon (CDU) macht keinen Hehl daraus: Der bauliche Zustand des Bergfrieds sei schlecht, sagte er der Frankfurter Rundschau. Eine Untersuchung mit Drohnen und durch Kletterer einer Spezialfirma habe ergeben, dass immer wieder kleinere Gesteinsbrocken aus dem Mauerwerk fallen können. Dadurch würden Menschen gefährdet. „Die Arbeiten müssen dringend erledigt werden, damit der Aufstieg zur Burg wieder sicher ist“, sagt Simon.

Grund für das bröckelnde Mauerwerk sei das Fugenmaterial, das in den frühen 1970er Jahren bei einer Sanierung des Bergfrieds verwendet wurde. Der Zementmörtel lasse kein Wasser durch. Das habe sich daraufhin seinen Weg durch die Schiefersteine der Turmmauer gebahnt und deren Schichten gelöst. Löcher im Mauerwerk seien entstanden, mehrere faustgroße Brocken bereits herausgefallen.

Fachleute aus dem Büro von Burgenforscher Joachim Zeune sollen im Mai die Mauer des Bergfrieds untersuchen, dreidimensional vermessen und am Ende ein Sanierungskonzept ausarbeiten.

Im städtischen Haushalt sind nach Simons Angaben 280 000 Euro für die Arbeiten an der Burgruine vorgesehen. „Wir hoffen, dass wir damit auskommen“, sagt der Rathauschef. Alleine für den Gerüstbau müsse die Kommune 104 000 Euro bezahlen. „Die Arbeiten kann nur eine Fachfirma erledigen.“ Gerüstbauer aus dem Umkreis hätten den Auftrag allesamt abgelehnt.

Der Eppsteiner Bergfried ist mehr als 700 Jahre alt. Die Herren von Eppstein ließen ihn im 13. Jahrhundert als Demonstration ihrer Macht auf dem höchsten Punkt des Burggeländes errichten. Der Turm wurde in vier Bauphasen vollendet und diente im Laufe der Jahrhunderte als Gefängnis sowie als Ausguck und Wohnung für den Türmer.

In den 1970er Jahren wurden sechs Ringanker eingesetzt, um den baufälligen Bergfried zu stabilisieren. Von 2007 bis 2011 wurde der Turm bauhistorisch untersucht und innen restauriert.

Bereits seit Mitte der 1990er Jahre wird die mittelalterliche Burg hoch über Eppstein regelmäßig untersucht und erforscht. Erst im vergangenen Jahr musste ein Riss in der westlichen Zwingermauer über dem Burgaufgang provisorisch gesichert werden. Das instabil gewordene Mauerwerk hätte andernfalls einstürzen und Fußgänger:innen verletzen können.

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