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Kitagebühren steigen zum Teil um ein Drittel

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Beschäftigte der Einrichtungen werden in einen höheren Tarif eingruppiert

Eppstein - Die Eltern der Kinder, die in den Kindertagesstätten der Burgstadt betreut werden, müssen im nächsten Jahr zum Teil erheblich tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtverordnetenversammlung hat Gebührenerhöhungen zwischen 20 und 34 Prozent beschlossen. Ein Antrag der SPD, die Erhöhung mäßiger ausfallen zu lassen, fand weder in den Ausschüssen noch im Parlament die Zustimmung der anderen Fraktionen.

Die Betreuung der Kinder ab drei Jahren ist in Hessen seit dem Jahr 2018 gebührenfrei - und zwar sofern die Kinder nicht länger als sechs Stunden bleiben. Die längere Betreuung aber wird in Eppstein zum Jahreswechsel nun teurer: Im Zeitraum von 8 bis 15.30 Uhr kostet es 57 statt bisher 47 Euro, von 7 bis 15.30 Uhr 106 statt bisher 79 Euro. Das ist mit einem Zuwachs um 34 Prozent auch die gravierendste Erhöhung. Die Stadt begründet die Unterschiede mit der unterschiedlichen Bezuschussung durch das Land.

Die Betreuung bis 16.30 Uhr wird um 27 Euro monatlich teurer: Für Kinder, die um 8 Uhr kommen, werden 106 Euro fällig, und 138 Euro sind es für die, die früher kommen. Die Betreuung von 8 bis 17 Uhr kostet die Familien 114 statt bisher 95 Euro, beim Modul von 7 bis 17 Uhr sind es 163 statt 127 Euro.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Weichen für die Erhöhung bereits im April gestellt, indem der Magistrat mit der Neukalkulation der Gebühren beauftragt wurde. Der Magistrat hatte dies mit Kostensteigerungen begründet: Erstens wurden die Mitarbeiter der Einrichtungen in einen höheren Tarif eingruppiert, damit nicht Erzieher andere Einrichtungen bevorzugen, in denen besser bezahlt wird. Der Magistrat hatte darauf hingewiesen, dass wegen der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze künftig noch mehr Personal gebraucht wird.

Höher eingruppiert werden, falls es noch nicht passiert ist, auch die Beschäftigten in Eppsteiner Einrichtungen anderer Träger. Dies führt zu erhöhten Kosten für die Stadt. Der Magistrat hatte die zusätzliche jährliche Belastung damals auf 600 000 Euro beziffert. Die jetzige Gebührenerhöhung wird dies nur zum Teil ausgleichen. bt

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