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Familienzentrum zieht in frühere Burg-Apotheke

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Größere Räume für neue Aktionen und weiterer Baustein zur Belebung der Altstadt

Eppstein - Das Licht scheint durch die großen Fensterflächen auf den Holzboden. Bad und Küche sind großzügig geschnitten. Zwei Räume bieten viel Platz für zeitgleiche Angebote. Lisa Strahlendorf und das Team des Familienzentrums haben alle Hände voll zu tun. Am Samstag, 15. Oktober, steht der Umzug in die neuen Räume an. Fünf Jahre war das Evangelische Familienzentrum Eppstein genau gegenüber der Talkirche. Doch die Räume, deren Nachnutzung noch offen ist, seien von Anfang an suboptimal, weil alt und verwinkelt, gewesen, heißt es. Jetzt naht der Umzug. Das Zentrum wird die Räume der früheren Apotheke an der Burgstraße wiederbeleben. Während der Anfänge arrangierten sich die Initiatoren noch mit den Gegebenheiten. Doch nun hat sich das Familienzentrum etabliert, die Nachfrage ist größer geworden.

Die Stiftung Talkirche hat dem Umzug zugestimmt. „Es war klar, dass der aktuelle Ort auf Dauer keine Lösung ist“, betont Strahlendorf. Sie sieht das Potenzial in der alten Burg-Apotheke, die seit 2018 geschlossen war und nun für Eltern, Kinder, Senioren und andere Besucher „gemütlich und geräumig“ soziales Miteinander fördert. Klaus Schlotterer und Matthias Werner von der Stiftung Talkirche wissen das zu schätzen. Die Kaltmiete werde zwar künftig rund 15 Prozent höher sein. Der Umzug lohnt sich jedoch. Die Stiftung rechnet mit geringeren Nebenkosten. Der renovierte, neue Standort verfüge über ein modernes Heizsystem, eine bessere Außendämmung, so Werner.

Nun sollen neue Angebote hinzukommen. Etabliert haben sich Handarbeitskurse, Sprachcafé, Krabbelgruppe und Spielnachmittag. Werner denkt voraus und findet, dass zusätzlichen Infoabenden, Vortragsreihen oder Bewegungsangeboten wie einem Yoga-Kurs nichts im Wege steht. „Mit 90 Quadratmetern Fläche ist dafür genug Platz. Das ist fast doppelt so groß wie vorher“, erläutert Strahlendorf. Es gebe eine barrierefreie Toilette, eine separate Küche und eine Eingangstreppe mit Rampe mit Haltegriff. Die fehlende Nähe zur Talkirche sei zu verkraften. „Wir wissen ja, wann etwas gefeiert wird, und können dann entsprechend planen“, so Strahlendorf, die auf einen positiven Schub für die Altstadt hofft. Einen Wunsch hat sie: Das Familienzentrum benötigt Küchenutensilien und andere Einrichtungsgegenstände. efx

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