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Ein Blick zurück: Das Stück „Eppstein steht Kopf“ stand 2016 auf dem Programm der Burgfestspiele.
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Ein Blick zurück: Das Stück „Eppstein steht Kopf“ stand 2016 auf dem Programm der Burgfestspiele.

Eppstein

Eppstein: Endlich wieder Burgfestspiele

Der Bergfried ist eingerüstet, wegen Corona gibt es Platz für maximal 100 Gäste, Eintrittskarten können ausschließlich online gekauft werden. Trotzdem hoffen die Veranstalter auf tolle Abende beim diesjährigen Festival in der mittelalterlichen Burgruine.Von Andrea Rost

Vom Eppsteiner Bergfried ist zurzeit nichts zu sehen. Ein Gerüst umschließt das Hunderte Jahre alte Gemäuer. Der 25 Meter hohe Turm muss dringend saniert werden, aufgeschoben werden können die Arbeiten nicht. Und so wird das Gerüst auch während der Burgfestspiele stehen bleiben, die in knapp zwei Wochen im Burghof beginnen. Lediglich ein Netz wird noch gespannt, damit das Publikum und alle, die auf der Bühne auftreten, sicher sind und niemand zu Schaden kommt.

Ohnehin ist das diesjährige Festival in der mittelalterlichen Burgruine eine besondere Veranstaltung. Die im Abflauen begriffene Corona-Pandemie lässt es zwar zu, dass die Festspiele, die Jahr für Jahr Gäste aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet in die Taunusstadt locken, stattfinden. Dennoch gibt es besondere Bedingungen für die 17 Freilichtaufführungen.

So dürfen statt der üblichen 400 Besucherinnen und Besucher nur 100 Menschen pro Abend in den Burghof. Anders ließen sich die gebotenen Mindestabstände nicht einhalten, sagte Erste Stadträtin und Kulturdezernentin Sabine Bergold (CDU) bei einem Pressegespräch. Verzichtet werden müsse in diesem Jahr auch auf die Bewirtung des Publikums. Zu aufwendig wäre es, die Laufwege zu den Essensständen zu markieren und darauf zu achten, dass alle geltenden Hygieneregeln eingehalten werden. „Wer möchte, kann selbst Essen und etwas zu trinken mitbringen“, erläuterte Bergold.

Speisen zu verzehren sei während der Aufführungen nicht verboten. „Wir möchten sie nur nicht vor Ort verkaufen.“ Verzichtet wird auch auf Pausen. An allen Abenden wird durchgespielt, auch um die Aufführungsdauer nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

„Burgfestspiele plus“ nennen die Veranstalter – die Stadt und der Kulturkreis Eppstein – das diesjährige Festival. Den Veranstaltungskalender gibt es erstmals nicht in gedruckter Form, er ist ausschließlich digital im Internet abrufbar. Das Programm könne damit jederzeit weiterentwickelt werden, sofern es die Bedingungen zuließen, sagte Bergold.

Das Festival

Die Burgfestspiele Plus laufen von 2. Juli bis 1. August auf der Freilichtbühne im Innenhof der Burgruine Eppstein.

17 Termine sind geplant. Der digitale Veranstaltungskalender ist zu finden unter www.eppstein.de und www. kk-eppstein.de.

Karten gibt es unter www.frankfurt- ticket.de oder telefonisch unter 069/1340400. Tickets für die Operettenaufführung „Die lustige Witwe“ am Sonntag, 1. August, unter www.adticket.de.

Die Plätze werden Besucherinnen und Besuchern am Abend der Aufführung vor Ort zugewiesen. Das Publikum wird gebeten, die Luca-App oder die Corona-App zu nutzen und bis zum Platz eine Maske zu tragen.

Parkmöglichkeiten gibt es am Stadtbahnhof Eppstein sowie am Wochenende auf dem Parkplatz von Eppstein Foils, Burgstraße 81 - 83. Von Samstag 22 Uhr bis Montag 4 Uhr können Fahrzeuge auch auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes in der Staufenstraße abgestellt werden. aro

Juliane Rödl, die Vorsitzende der Eppsteiner Burgschauspieler, ist überglücklich. Seit Februar probt sie mit dem Laienensemble, das sich im Corona-Sommer 2020 bei Laune hielt, indem es Kurzfilme drehte.

Das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“, das bereits im vorigen Jahr geplant war und abgesagt werden musste, wurde erneut verschoben und durch die Verwechslungskomödie „Madame, es ist angerichtet“ von Marc Camoletti ersetzt. „Es dürfen nicht mehr als sechs Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne stehen“, begründet Rödl die Entscheidung.

Bis vor kurzem seien die Proben vor allem online gelaufen. Nunmehr könnten die Szenen auch live im Burghof vorbereitet werden – „an drei Tagen pro Woche bis zum Einbruch der Dunkelheit und den ganzen Samstag über“.

Die Schauspieler:innen hätten in diesem Jahr viel weniger Zeit gehabt, um ihre Texte zu lernen, sagt Regisseurin Juliane Rödl. „Aber sie sind alle heiß, sie wollen endlich wieder auf der Bühne stehen und zeigen, was sie können.“ Die Premiere von „Madame, es ist angerichtet“ findet am 2. Juli statt. Sechs Vorstellungen der Komödie stehen insgesamt auf dem Programm.

Zu sehen sind des weiteren das Kindermusical „Pinocchio“ mit der Kleinen Oper Bad Homburg sowie die Operette „Die lustige Witwe“, die das Ensemble der Opera Classica am 1. August nach Eppstein bringt. Karten, die für den ursprünglich geplanten Termin am 10. Juli 2020 gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Lesungen, Kabarett- und Konzertabende ergänzen das Festivalprogramm im Burghof. So kommen beispielsweise die Schellack-Solisten mit kabarettistischen Schlagern und Couplets der Zwanziger- und Dreißigerjahre zu den Burgfestspielen. Dieter Faber ist mit seiner Bestseller-Krimikomödienreihe rund um den Vogelsberger Kommissar Henning Bröhmann zu Gast, und der zweimalige Hessenmeister im Poetry Slam, Jan Cönig, gestaltet mit Kolleg:innen den Abend „Slam Royal“.

Auch der „Kinosommer unter Sternenhimmel“ ist wieder Teil der Burgfestspiele. Welche Filme laufen, wird noch bekanntgegeben.

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