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Die Venentreppe fördert die Durchblutung

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Die Verantwortlichen auf der Venentreppe. efx
Die Verantwortlichen auf der Venentreppe. efx © efx

Kneipp-Gesundheitstrainer initiieren zweite offizielle Anlage in Hessen

Eppstein - Wenn Sebastian Kneipp von der Venentreppe in der Burgstadt gewusst hätte . . . Er wäre entzückt gewesen, passt sie doch genau in sein kinesiologisches Konzept, einer der fünf Bausteine der Kneipp’schen Lehre. Kneipp aber starb am 17. Juni 1897 in Wörishofen. Sein Geist und seine Heilmethoden werden aber bis heute geschätzt. In Eppstein haben die Gesundheitstrainer Anja, Peter und Rainer Lenz eine zertifizierte Kneipp-Einrichtung, Am Woogberg 2. Dort arbeiten sie nach den Grundsätzen der Gesundheitslehre. Wer die Trainer künftig besucht, kann sich mit der nun offiziell eingeweihten Kneipp-Venentreppe schon mal in Bewegung bringen.

Jetzt trafen sich Rainer und Peter Lenz mit Bürgermeister Alexander Simon am Fuße des Woogbergs. Dort beginnt die Treppe, die zum Haus der Gesundheitstrainer führt und Teil des Schinderhannes-Steigs, einem bekannten Wanderweg, ist. Die Stufen sollen künftig sinnvoll in die Kneipp-Lehre integriert werden. Spaziergänger und Wanderer werden ermuntert, Venen-Übungen zu meistern. Christoph Dürrich vom Eppsteiner Gewerbeverein Industrie, Handel und Handwerk (IHH) schaute vorbei. Auch Peter Wolff, Vizechef des Kneipp-Bundes Hessen und Erfinder der weltweit ersten „Kneipp-Ampel“, reiste an. Er hatte sich zum Anlass als Pfarrer Sebastian Kneipp verkleidet. Die Eppsteiner Anlage sei nach Bad Vilbel „erst die zweite Kneipp-Treppe hessenweit“, ergänzte er. Die Stufen wurden von Wolff symbolisch mit Wasser aus der Metallgießkanne benetzt. Stadt, IHH und der Verein „Eppstein lebt“ beteiligten sich.

Ein Schild am Aufgang erklärt die Übungen, die die „Venenpumpe“ in den Beinen „anregen und den venösen Rückfluss des Blutes unterstützen“, erläuterte Peter Lenz. 80 Stufen hat die Treppe schon immer. In der Mitte, also auf der 40. Stufe, sei nun aber ein Hinweis vermerkt, der die durchblutungsfördernden Einheiten einfacher umsetzen lasse. „Viel Sitzen und Stehen schwächt die Venen. Daraus können sich verschiedene Krankheitssymptome entwickeln“, mahnte Rainer Lenz, der auch praktischer Arzt ist. Das Schild mache gegen Besenreiser (Erweiterungen winziger Hautvenen), Krampfadern, müde und schwere Beine oder Thrombosen mobil, ergänzte er. 15 Minuten Beinbewegung täglich halte die Venen fit, so sein Bruder. Infos zum Thema gibt es bei Familie Lenz: www.info@3trainer.de oder 0 61 98 / 50 18 55.

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