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Endspurt für B519 neu

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Von: Andrea Rost

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CDU, SPD und FDP in Flörsheim verteidigen die Planungen zur Umgehungsstraße B519 neu. Derweil laden die Gegner zu einem Infoabend in den Stadtteil Keramag ein.

Das Thema Umgehungsstraße lässt die Flörsheimer nicht zur Ruhe kommen. Ehe am 13.Februar per Bürgerentscheid darüber abgestimmt wird, ob das Parlament die Planungen zum Bau der umstrittenen B519 neu weiterverfolgen oder endgültig zu den Akten legen soll, wird noch viel diskutiert werden. Für Montag, 31. Januar, 20 Uhr, laden die Umgehungsstraßengegner Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf) und Bigu (Bürgerinitiative gegen diese Umgehungsstraße) zu einem Informationsabend in den Felsenkeller Falkenberg ein.

Am heutigen Samstag wird eine Sonderausgabe des städtischen Informationsblattes zum Bürgerentscheid an alle Haushalte verteilt. Im Stadtteil Keramag will Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) die Zeitung am Nachmittag höchstpersönlich in die Briefkästen stecken. Die B519 neu sei unverzichtbar, heißt es darin. Als Beweis sind „unbestechliche Zahlen“ angeführt, um wie viel Prozent sich der Verkehr nach dem Bau der Umgehungsstraße in den Stadtteilen laut Verkehrsgutachten reduzieren soll.

Bürger sollen mitplanen

CDU, SPD und FDP sind geschlossen für den Bau der Umgehungsstraße. Alternativen gebe es keine, sagte SPD-Fraktionschef Gerd Mehler in einer Pressekonferenz der drei Fraktionen. „Auch wenn die Galf das immer wieder glauben machen möchte.“ Die Trasse der nun wieder ins Gespräch gebrachten kleinen Umgehung Weilbach verlaufe auf der planfestgestellten Trasse der B519 neu. „Das wird den Leuten verschwiegen.“

„Mit ihrem Protest gegen den Bau der Umgehungsstraße wollte die Galf einen Wahlkampfschlager singen, doch das ist böse nach hinten losgegangen“, sagte CDU-Chef Marcus Reif. Er ist überzeugt: „Die Mehrheit der Flörsheimer Bürger versteht, dass die B519 neu als praktikable Umgehung finanzierbar ist. Sie ist vielleicht keine perfekte, aber sie ist die allerbeste Lösung.“

Laut Reif könnten Wünsche von Bürgern wie Querungshilfen mit Ampelschaltung noch berücksichtigt werden. „So weit waren wir bei der Planung noch gar nicht, da ist uns vor dreieinhalb Jahren der Bürgerentscheid dazwischengekommen.“

Alle drei Fraktionen erwarten sich nach dem Bau der Umgehungsstraße deutlich weniger Verkehr in den Ortskernen. Von 8,4 Millionen Autos und Lastwagen weniger als bisher sprach Bürgermeister Antenbrink. Die Straßen, durch sich jetzt der Durchgangsverkehr dränge, könnten verkehrsberuhigt werden, an der Neugestaltung sollten die Bürger mitarbeiten.

An der Veranstaltung von Galf und Bigu am Montag wollen CDU, SPD und FDP nicht teilnehmen, auch der Bürgermeister wird nicht kommen. Die Firma RegioConsult, deren Experte laut Galf neue Verkehrszahlen präsentieren wird, sei bekannt dafür, gegen Bauvorhaben zu argumentieren, sagte SPD-Chef Wolfgang Pokowiecz. „Da soll nur verzögert und verwirrt werden.“

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