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Eklat um Roma und Black Devils

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Evangelische Roma  treffen sich in Diedenbergen.
Evangelische Roma treffen sich in Diedenbergen. © FR/Surrey

Das Black Devils-Jubiläum und ein Roma-Treffen auf dem Areal der Speedwaybahn führen zum Eklat im Vereinsring Diedenbergen. Von Claudia Horkheimer

Von Claudia Horkheimer

Im Diedenbergener Vereinsring hat der gesamte Vorstand die Arbeit hingeschmissen. Nach dem Zoff um die Vermietung der Speedwaybahn an 200 Roma und dem "Toten Hosen"-Konzert bei der Jubiläumsfeier des Motorradclubs Black Devils ist jetzt der komplette Vorstand zurückgetreten. Eine Mitgliederversammlung ist für den 28. Oktober anberaumt.

"Nachdem herauskam, dass Ziller alle belogen hat, sind wir zurückgetreten", sagte Norbert Müller, ehemaliger Beisitzer des Vereinsrings. Von diesem Vorwurf will der bisherige Vorsitzende Wolfgang Ziller nichts wissen. Auf Anfrage sagte er, er habe nur das weitergegeben, was ihm die Veranstalter gesagt hätten. Alles andere sei Spekulation.

Anlass für den Eklat ist dem Vernehmen nach Zillers Terminplanung für das Gelände der Speedwaybahn, die zweimal mit Veranstaltungen von Diedenbergener Vereinen kollidierte. Einmal im August als überraschend 200 evangelische Roma auf dem der Stadt gehörenden Areal kampierten, obwohl die jährliche Schau des Historischen Landmaschinen Diedenbergen (HLD) anstand. "Die sangen ihr Halleluja so laut, dass wir unsere Musik gar nicht hörten", sagt Müller.

Und eine Woche später feierten auf dem selben Gelände die Devils ihr 40-jähriges Bestehen, bei dem der Auftritt der "Toten Hosen" auf der gleichzeitigen Kerb für tote Hose und Umsatzeinbußen geführt haben soll. Dabei hätte man die Kerb, die vom Vereinsring organisiert wird, verlegen können, sagt Müller. Doch Ziller, der auch Vorsitzender des MC Speedway ist, habe bis zum Schluss behauptet, dass das Rocker-Fest nicht öffentlich sei. Laut Ziller stand dies auch so in deren Konzept.

Über den Rücktritt des Vereinsringvorstandes war man indes in den Vereinen teils überrascht, teils hatte man es erwartet. "Die Vereine waren sicher unzufrieden", sagt etwa Christoph Frieser, Vorsitzender des SG Nassau. Dabei sei nichts gegen das Fest der Devils einzuwenden gewesen. "Das war eine logistische Meisterleistung und ein absolutes Highlight".

Wie es mit dem Vereinsring weitergeht, ist abzuwarten. Ein klärendes Gespräch soll heute zwischen MC Speedway und HLD stattfinden. Die Vereine arbeiten seit Jahren Hand in Hand. (cho)

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