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Tod eines Radfahrers

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Königstein/Eppstein Gericht verurteilt Autofahrer

Zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 2000 Geldbuße ist ein 70 Jahre alter Autofahrer aus Königstein verurteilt worden, der im Juni 2010 einen Radfahrer auf der Bundesstraße 455 bei Bremthal angefahren und so schwer verletzt hat, dass der 44-Jährige kurz darauf im Krankenhaus starb.

Ein Sachverständiger hatte festgestellt, dass der Rentner mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, als er den Radfahrer, der beim Radrennen Giro Hattersheim mitfuhr, mit seinem Auto erfasste und zu Boden schleuderte. Außerdem habe der Mann die durchgezogene Sperrlinie und eine Sperrfläche überfahren, um den Radfahrer zu überholen. Als dieser nach links in Richtung Bremthal abbiegen wollte, kam es zum folgenschweren Zusammenstoß.

Der 70-Jährige habe nicht nur seine Sorgfaltspflicht als Autofahrer verletzt, sondern darüber hinaus keinerlei Einsicht gezeigt, sagte die Richterin der FR. Deshalb sei die Strafe verhältnismäßig hart ausgefallen.

Die letzten Wochen hat der Angeklagte, der ohne Anwalt zum Prozess kam, in Untersuchungshaft verbracht. Bereits zwei Mal war weil er ohne Entschuldigung zu Verhandlungsterminen nicht erschienen .

Die 2000 Euro muss der Rentner in kleinen Monatsraten an die Opferorganisation „Weißer Ring“ bezahlen. Seinen Führerschein ist der Königsteiner für zwei Monate los. (aro.)

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