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Bei der Explosion eines Reihenhauses in Hattersheim sind zwei Menschen verletzt worden.
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Bei der Explosion eines Reihenhauses in Hattersheim sind zwei Menschen verletzt worden.

Hattersheim

"Ein gigantischer Knall"

War es die Gasleitung? Nach der schweren Explosion in einer Hattersheimer Wohnsiedlung sucht die Polizei noch nach der Ursache. Von Claudia Horkheimer

Von Claudia Horkheimer

Die Trümmer liegen bis auf die Straße. Vorder- und Rückseite des Gebäudes sind komplett weggerissen. Es riecht nach Abgasen und Qualm. Aus den Trümmern steigt noch Rauch auf und Schaulustige drängeln sich an der Absperrung zur Unfallstelle.

Gegen 16 Uhr hat es am Donnerstag in Hattersheim eine gewaltige Explosion gegeben. Ein Dreistöckighaus in der Vogelweidestraße 7 wurde dabei zerstört. Die beiden angrenzenden Häuser - allesamt Sozialwohnungen der Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft - sind einsturzgefährdet und mussten evakuiert werden. "Es war ein gigantischer Knall", sagte ein Anwohner.

Einen 45 Jahre alter Bewohner, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Erdgeschoss aufhielt, brachten Rettungskräfte schwer verletzt ins Krankenhaus. Außerdem erlitt eine Passantin auf der Straße ein Knalltrauma. Durch die Explosion, deren Ursache bislang unklar ist, wurden im gegenüberliegenden "Saftladen", einer Anlaufstelle für Drogenabhängige, die Scheibe gesprengt. "Insgesamt sind 20 Personen von dem Unglück betroffen", sagte Bürgermeister Hans Franssen (SPD) vor Ort. Die Evakuierten würden in der Schwimmbadhotel oder bei Verwandten untergebracht.

Zunächst war eine Frau vermisst worden, diese konnte jedoch gefunden werden, sagte der Sprecher des Main-Taunus-Kreises Johannes Latsch. Mehr als 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und Polizei waren stundenlang vor Ort und riegelten das Gelände großräumig ab. Die Löschung des Brandes dauerte Stunden, weil zunächst die Menschen evakuiert werden mussten. Ein Statiker der war vor Ort, um die Einsturzgefahr zu prüfen. Erste Messungen der Luft ergaben keine Hinweise auf eine Explosionsgefahr durch Gas. Denn das zerstörte Gebäude aus dem Jahr 1951 verfügte über einen Gasanschluss.

Ob die Explosion auf einen technischen Defekt in der Gasleitung oder auf einen Kurzschluss zurückzuführen ist, ist derzeit unbekannt. "Wir müssen am helllichten Tage weitere Untersuchungen vornehmen", sagte Andreas Beese, Sprecher der Polizeidirektion Main-Taunus. Klar ist bislang nur, dass die Ruine abgerissen werden muss. Auch in den angrenzenden Häusern sind Risse zu sehen, in einem Haus hat sich das Dachfenster aus den Angeln gelöst.

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