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Diskussion über weiteres Gymnasium

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Von: Andrea Rost

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Michael Cyriax soll die Serie  der CDU-Landräte forsetzen.
Michael Cyriax soll die Serie der CDU-Landräte forsetzen. © FR/Schick

Die CDU hat ihr Programm für die Wahl zum Kreistag vorgelegt. Landrats-Kandidat Cyriax will aus dem MTK einen "Mitmachkreis" machen - und legt sich bei einigen Themen gar nicht erst fest.

Er habe in den vergangenen Wochen und Monaten eine Menge Menschen getroffen, häufig über Schulthemen gesprochen, sagte Michael Cyriax beim Kreisparteitag der CDU am Donnerstagabend in der Hofheimer Stadthalle. Die Frage, ob es im Main-Taunus-Kreis noch ein weiteres reines Gymnasium geben soll, bewege viele. „Für Eltern ist die Gesamtschule oft nicht die Wunschschule.“

In sein Wahlprogramm hat der Schuldezernent, der für die Christdemokraten zur Landratswahl am 27. März antritt, die Forderung nach einem weiteren Gymnasium nicht hineingeschrieben; aber Michael Cyriax will sich mit dem Thema auseinandersetzen, spricht von einem Mitmach-Kreis, in dem Bürger ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern und mitentscheiden sollen. Und er sagt am Ende auch: „Wir werden die Kreistagswahl auch zur Abstimmung machen wie es mit der Schullandschaft im Main-Taunus-Kreis weitergeht.“ Noch in diesem Jahr werde mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes begonnen. „Da können wir das Thema nicht ausklammern.“

Wo ein weiteres Gymnasium stehen könnte? Cyriax mag sich da nicht festlegen. Eher unwahrscheinlich sei, dass der Kreis eine komplett neue Schule baue, sagte er der FR. „Da müssten wir die vorhandenen Mittel umverteilen und anderen etwas wegnehmen, das funktioniert nicht.“

Denkbar sei hingegen eine der kooperativen Gesamtschulen im Kreis, in denen Haupt-, Realschul- und Gymnasialzweig parallel laufen, zu einem reinen Gymnasium zu machen. Vorstellbar wäre auch, eine weitere gymnasiale Oberstufe an einer Gesamtschule anzugliedern. Die Eppsteiner CDU hat dies jüngst für die Freiherr-vom-Stein-Schule gefordert. In Liederbach plädieren die Freien Wähler gar für den Bau einer neuen weiterführenden Schule am Ort.

Wahlprogramm verabschiedet

Einstimmig haben die 129 Delegierten der CDU Main-Taunus am Donnerstagabend auch ihr Wahlprogramm verabschiedet. Es umfasst zehn Punkte – Familienpolitik, Finanzen, Bildung, Wirtschaft und Umwelt zählen dazu. Schon jetzt lasse es sich im Main-Taunus-Kreis sehr gut leben, seien Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Infrastruktur und medizinische Versorgung hervorragend ausgebaut, sagte Kreisvorsitzender Axel Wintermeyer. Die CDU, die seit Jahrzehnten den Kreis regiere, habe dazu maßgeblich beigetragen. „Wir wollen auch in Zukunft solide Politik im Kreis machen“, sagte Wintermeyer. „Wir sind keine Himmelsstürmer, aber die Menschen wissen, wo’s mit uns langgeht.“

Michael Cyriax wartete zum Wahlkampfauftakt noch mit ein paar Ideen auf, die das Heimatgefühl der Bürger stärken und zur besseren touristischen Vermarktung des Kreises beitragen sollen. In Anlehnung an den Weinlagenwanderweg der Bergstraße wolle er mit den Winzern in Hochheim, Massenheim, Flörsheim und Wicker einen Weinerlebnispfad anlegen, auf dem die schon traditionelle Rieslingwanderung stattfinden könnte, sagte Cyriax.

Aufgreifen will der CDU-Kandidat auch eine Anregung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs: An einem Sonntag im Jahr soll die viel befahrene Landesstraße durch das Lorsbachtal zwischen Hofheim und Eppstein Radfahrern, Inlineskatern und Fußgängern vorbehalten sein. Tausende Besucher auch von außerhalb des Kreises könnten so die idyllische Taunuslandschaft kennenlernen, sagte Cyriax.

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