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Die Skulptur von Erwin Pleines an der Talkirche.
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Die Skulptur von Erwin Pleines an der Talkirche.

Eppstein

„Demut“ an der Talkirche

  • VonUlrich Gehring
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Die Allegorie der Demut steht neuerdings neben der Eppsteiner Talkirche. Geschaffen hat sie der 2013 verstorbene Künstler Erwin Pleines. Die Figur ist Vorbotin des Holzbildhauer-Symposiums 2015.

Wenn abends die Strahler ihr Licht auf die Talkirche richten, rückt sie wunderbar in den Blick: Die Allegorie der Demut von Erwin Pleines steht neuerdings neben dem Eppsteiner Gotteshaus. Die Familie des 2013 gestorbenen Künstlers hat das Werk dem örtlichen Kulturkreis geschenkt. Und dieser versteht die Figur auch als Vorbotin seines sechsten Holzbildhauer-Symposiums im Jahr 2015.

„Wir haben uns die Skulptur selbst aussuchen dürfen“, erzählt Arno Müller, einst Initiator des Bildhauertreffens, der in Pleines einen Mitstreiter hatte. Mit Lutz Rathgeber und Jochen Quack hat Müller nun den Betonsockel der „Demut“ gegossen. Die Plastik ist aus Eichenholz und grau meliert. „Auch wenn man die farbliche Fassung nicht erneuert, würde die Skulptur 20, 30 Jahre dem Wetter standhalten“, sagt Müller. Irgendwann, das ist ihm klar, wird sie aber den Weg alles Zeitlichen gehen. Dieses Schicksal teilt die „Demut“ mit vielen Arbeiten am Bremthaler Skulpturenweg. Es gab zunächst auch die Idee, das Geschenk der Pleines-Erben dort aufzustellen. Müller erhob Einspruch: „Das Werk gehört ja nicht zum Fundus des Symposiums. Pleines ist aber ein Eppsteiner Künstler.“ So setzte er in Abstimmung mit Gemeinde und Kirche den Standort durch.

Müller hofft, den Skulpturenweg künftig mit den Stadtteilen zu vernetzen. Der Skulpturenweg werde 2015 womöglich auch ohne die Demut schon komplett sein. Beim vorigen Holzkünstler-Treffen hätten gleich mehrere ihre Arbeiten als Dauerleihgaben am Ort gelassen, weil sie den Abtransport nicht organisieren oder bezahlen konnten.

Das Bildhauer-Symposium, im Jahr 2000 gegründet, geht vom 10. bis 17. Mai 2015 in die sechste Runde. Erstmals sollen dann auch Studentinnen und Studenten der Kunsthochschulen in Kassel, Offenbach und Frankfurt mitmachen. „Die experimentieren stärker als etablierte Künstler“, erläutert Frauke Frerichs vom Kulturkreis. „Wir wollen dadurch aktuelle Entwicklungen einbinden.“ Die übrigen fünf von acht Arbeitsplätzen hat eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Kunstszene vergeben; sie hatte die Wahl zwischen 173 Bewerbungen aus 21 Ländern und entschied sich für vier Deutsche und einen Briten. Unter den Studierenden ist eine Polin.

Nicht nur die hohe Bewerberzahl verdeutlicht dem Kulturkreis, wie beliebt das alle drei Jahre stattfindende Symposium auf dem Betriebsgelände der Firma MB Baumdienste ist. „Es ist wie im Schlaraffenland. Man bekommt die Säge geschliffen, das Holz bewegt, und man wird rundum versorgt“, sagt die Künstlerin Angela Hiß, die 2012 teilgenommen hat.

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