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Deal für den Sohn

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Frankfurt/Kriftel Anklage wegen Anlagebetrugs

Ein Krifteler steht derzeit wegen Betrugs vor dem Frankfurter Amtsgericht. Der 39-Jährige soll im Februar 2009 für eine Bekannte 10000 Euro angelegt haben – mit dem Versprechen, sie bekomme das Geld innerhalb von drei Monaten mit 100-prozentiger Verzinsung zurück. Die Frau wartet bis heute auf ihr Geld und hat Uwe W. angezeigt.

Bei einer ersten Verhandlung Mitte September hatte der Krifteler, der wegen Betrugs vorbestraft ist, behauptet, eigentlich habe seine Mutter das Anlagegeschäft, bei dem sogenannte Trader im Hintergrund stünden, getätigt, weil ihm die Ausübung des Gewerbes in Deutschland mittlerweile untersagt sei. Sie sollte für ihn als Zeugin aussagen.

Gut möglich, dass Uwe W. dies gestern bereut hat. Denn Gertrud W. legte dem Gericht zwar einige Unterlagen vor, aus denen hervorgehen sollte, dass nicht ihr Sohn, sondern sie den Deal abgeschlossen hat. Wer die Geschäftspartner sind, an die sie die 10000 Euro von Anette S. gezahlt haben will, konnte die Frau jedoch nicht sagen, ebenso, von welchem Konto das Geld abgebucht wurde. „Wir haben es in die Schweiz gegeben“, erklärte die 73-Jährige mehrfach – und „ich bin sicher, dass es wieder zurückkommt.“

Nachdem Uwe W. die Rückzahlung des Geldes von Annette S. bei der Verhandlung im September für Ende des Monats angekündigt hatte, erklärte er gestern, die Summe werde im Laufe des Oktobers ausbezahlt.

Die Richterin will trotzdem Bankbelege sehen, dass das Geld jemals überwiesen wurde. Der Angeklagte soll sie bis 24. Oktober vorlegen. An diesem Tag wird vor dem Frankfurter Amtsgericht weiterverhandelt. (aro.)

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