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Dämmen liegt im Trend

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Hofheim Auf der Baumesse steht Energiesparen an erster Stelle / Lokale Unternehmen profitieren

Von Franziska Richter

Die Energiewende ist da. Den Eindruck vermittelte zumindest die Baumesse, die am Wochenende in Hofheim-Wallau rund 14400 Besucher angelockt hat. Insgesamt 200 Aussteller, zum größten Teil aus der Region, hatten ihre Stände im Ardek-Messecenter aufgebaut. „Das ist Absicht: Wir wollen, dass die Besucher die Möglichkeit haben, nach der Messe noch einmal zu den Firmen hinzufahren“, sagt Tim Erlei, Pressesprecher der Baumesse-Gesellschaft.

Bereits zum fünften Mal veranstaltet sie die Baumesse in Hofheim, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt „Energiesparen“. Die Zielgruppe seien „Eigentümer oder junge Leute, die bauen wollen“, sagt Erlei. Energiefragen spielten dabei selbstverständlich eine Rolle: „Der Schwerpunkt kommt super an.“

Energie sparen, Geld sparen

Das zeigt auch ein Messerundgang: „Das Haus wird wieder als Wertanlage gesehen und mehr saniert“, sagt Wilfried Walb von der Carlé + Fatum GmbH aus Kriftel. Gerade hat er einen Hattersheimer beraten, der in einem Haus aus dem Jahr 1958 wohnt. „Unser Dachboden hat keine Dämmung“, schildert dieser sein Anliegen. Nach der Novelle der Energiesparverordung aus dem Jahr 2009 gibt es für derartige Sanierungen strenge Vorgaben über die Dicke der Dämmung, wie Walb weiß.

Nicht nur das Krifteler Unternehmen profitiert davon: „Wir schwimmen mit auf der Energiesparwelle“, sagt Joachim Nautz, Geschäftsführer der gleichnamigen Ingenieurgesellschaft aus Kelkheim. Nautz berät Unternehmen und Privatleute, die energiesparend sanieren wollen. Nur der Umwelt zuliebe allerdings wolle kaum jemand sein Haus umbauen: „Die Wirtschaftlichkeit steht an erster Stelle“, sagt Nautz. Zudem würden Förderprogramme wie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Bereitschaft zu sanieren deutlich erhöhen.

So sieht es auch Rüdiger Wiemer, Maurermeister beim Bauunternehmen BIKS, Hofheim: „Allerdings hängt Deutschland inzwischen hinterher“, sagt er. In Österreich oder der Schweiz sei das Bewusstsein deutlich größer als hier. Es gibt Ausnahmen: Denn vor allem energiesparend soll es für eine Frankfurterin sein, die sich von Jörn Krahmer von der Krahmer & Partner Immobilien Gesellschaft beraten lässt: Sie überlegt, ihr Elternhaus abzureißen und ein Fertighaus an seine Stelle zu bauen: „Mein Mann und ich sind 50, wir wollen etwas für die Umwelt tun“, sagt sie.

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