Inklusion

Hattersheim: Caritas startet Kreativ-Ateliers

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Die Aktion Mensch fördert das inklusive Projekt mit 80 000 Euro pro Jahr.

Es ist ein inklusives Projekt in vielerlei Hinsicht, das die Caritas in Hattersheim auf die Beine stellen will. Und Kreativität soll dabei eine besondere Rolle spielen. Menschen mit und ohne Behinderung können sich daran beteiligen: Sie können sich im Reparatur-Treff engagieren, bei der Fotogruppe mitmachen, im Koch- und Backstudio am Herd stehen oder von Näherinnen, die im Second-Hand-Laden „Anziehpunkt“ in der Frankfurter Straße Kleidung ausbessern, lernen, wie „Upcycling“ funktioniert.

„Wir nutzen das Netzwerk, das im sozialen Raum der Kernstadt bereits existiert, um unser ,Zentrum für inklusive Kreativität’ zu etablieren“, sagte der Geschäftsführer der Caritas Main-Taunus, Torsten Gunnemann, bei der Vorstellung des Projektes. Angesprochen sei die gesamte Stadtbevölkerung. Da die Angebote weitgehend kostenfrei seien, könnten auch Langzeitarbeitslose und Geflüchtete teilnehmen.

Als Koordinatorin hat die Caritas Fabienne Schmidt eingestellt. Die 26-Jährige ist integrative Heilpädagogin und Kunsttherapeutin und seit November vergangenen Jahres mit dem Aufbau der Angebote beschäftigt. Die Aktion Mensch fördert das Projekt mit 80 000 Euro im Jahr. Das Geld werde für Personalkosten ausgegeben und um Material für Workshops anzuschaffen, berichtete Gunnemann.

Mit eingebunden in die Kreativ-Ateliers sind neben dem Anziehpunkt, der Wohnsitzloseneinrichtung Haus Sankt Martin Am Autoberg und der Behindertenwerkstätten der Schlockerstiftung auch die Hattersheimer/Hofheimer Tafel, das Deutsche Rote Kreus (DRK), das Evim-Seniorenzentrum, das Stadtteilbüro am Südring und die Kirchengemeinden. Getreu dem Jahresmotto der Caritas „Sozial braucht Digital“ sollen WLAN-Hotspots eingerichtet werden. In den Räumen der Hattersheimer Tafel ist das kostenlose Internet bereits freigeschaltet. Fabienne Schmidt hilft dort Tafel-Kunden, wenn sie Unterstützung am PC benötigen.

Noch hat das inklusive Projekt der Caritas keinen einprägsamen Namen. Der Wohlfahrtverband ruft deshalb Bürger auf, bei der Namensfindung mitzuhelfen. Vorschläge kann man an Fabienne Schmidt unter e-Mail: f.schmidt@caritas-main-taunus.de schicken. Einsendeschluss ist der 7. April.

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