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Ein Büro für alle Fragen

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Ruth Schröer über die Arbeit der neuen Anlaufstelle im Hofheimer Rathaus

Das Familienbüro hat vor kurzem im Hofheimer Rathaus die Arbeit aufgenommen. Die FR sprach mit Leiterin Ruth Schröer.

Frau Schröer, Sie haben 20 Jahre lang das Frauenbüro geleitet. Jetzt sind sie zuständig für das Familienbüro. Was ist der Unterschied?

Wir haben die Zielgruppe für unsere Arbeit erweitert. Wir beraten nicht mehr ausschließlich Frauen, sondern auch Männer, Eltern, Kinder und Jugendliche, Großeltern, Senioren. Wir beschäftigen uns mit allen Themen, die Familien betreffen.

Das hört sich nach mehr Arbeit an.

Das stimmt insofern, als sich jetzt mehr Leute von unserem Angebot angesprochen fühlen. Unlängst kam ein Vater, der nach der Trennung von seiner Frau nicht so recht weiß, wie er mit seinen Töchtern kommunizieren kann; oder ein älterer Mann, der sich nach Unterstützung erkundigt hat für seine Tochter, die krank und ans Haus gefesselt ist. Neubürger fragen nach Kindergärten, Schulen oder Betreuungseinrichtungen. Wir müssen dabei nicht alles alleine lösen. Das Familienbüro ist zu einer zentralen Anlaufstelle im Rathaus geworden, wir sortieren und lotsen, beraten oder vermitteln die Bürgerinnen und Bürger, die zu uns kommen, an die jeweiligen Fachstellen weiter.

Wie ist die Resonanz?

Bis dato sehr gut. Das Familienbüro bietet ein vielseitiges Angebot, die Kindergärten zum Beispiel haben uns zurückgemeldet, dass sie es gut fänden, den Eltern jetzt diese Anlaufstelle im Rathaus nennen zu können. Egal um welche Fragen es geht. Übriges kann man bei uns auch anrufen. Man muss nicht gleich ins Rathaus kommen, um erste Informationen zu erhalten.

Steht Ihnen für das Familienbüro mehr Arbeitszeit als im Frauenbüro zur Verfügung?

Nein, meine Arbeitszeit ist mit einer dreiviertel Stelle gleich geblieben. Wir wollen erst einmal sehen, wie sich das Familienbüro entwickelt und danach entscheiden wir, ob die Kapazität ausreicht.

Von außen betrachtet war die Entscheidung, ein Familienbüro im Hofheimer Rathaus einzurichten, vom Sparzwang gesteuert. Wird tatsächlich Geld eingespart?

Wir können jetzt Synergieeffekte nutzen, weil Anfragen gebündelt behandelt werden und bei Mehrfachproblematiken nicht immer an viele Einzelstellen vermittelt werden muss. Verwaltungsintern hatten wir bereits vor der politischen Entscheidung über eine sinnvolle und zeitgemäße Veränderung nachgedacht und den Prozess auch fundiert erarbeitet.

Das Frauenbüro als solches existiert jetzt nicht mehr?

Es existiert nicht mehr alleine unter diesem Namen; Die „Frauenthemen“ werden im Familienbüro ebenso sachgemäß behandelt wie vorher; aber das Frauenbüro ist in Hofheim seit vielen Jahren bekannt und wir hoffen, dass unter dem Begriff: Familienbüro die gleiche Akzeptanz für die erweiterte Zielgruppe vorhanden ist.

Das Interview führt Andrea Rost

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