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Bröckelnder Asphalt

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Von: Torsten Weigelt

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Kein schöner Anblick: Die Conti-Kreuzung an der Limesspange.
Kein schöner Anblick: Die Conti-Kreuzung an der Limesspange. © Martin Weis

Die Conti-Kreuzung wird frühestens 2015 saniert. Der Knotenpunkt zwischen der Limesspange und dem Bad Sodener Krankenhaus muss erneuert werden.

Fast drei Monate lang waren im vergangenen Jahr Arbeiter an der sogenannten Conti-Kreuzung zugange. Der vielbefahrene Knotenpunkt zwischen Limes- spange, der Zufahrt zum Kreiskrankenhaus und dem Schwalbacher Ortseingang wurde zeitweise zum Nadelöhr. Ergebnis: Die Ampelanlage ist erneuert und durch den Umbau einer Verkehrsinsel haben Linksabbieger mehr Platz. 135 000 Euro hat die zuständige Landesbehörde Hessen Mobil dafür in die Hand genommen, 31 000 Euro davon hat die Stadt beigesteuert.

Der Verkehrsfluss habe sich seitdem tatsächlich verbessert, lobt Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD). Doch sonst lässt sie kein gutes Haar an der Arbeit von Hessen Mobil.

Denn am Boden präsentiere sich die Kreuzung in einem mindestens genauso schlechten Zustand wie vorher. „Dafür muss man sich schämen“, schimpft Augsburger – und verweist auf bröckelnde Bordsteine, Unkraut und einen Asphaltbelag, der nur noch an einen Flickenteppich erinnere. „Die Bürger können nicht nachvollziehen, dass dieser ungepflegte Zustand jetzt das Ergebnis sein soll.“

Bürgermeisterin spricht von „Schildbürger-Streich“

Was ihren Ärger noch steigert: Die Kritik an dem Erscheinungsbild der Conti-Kreuzung bekommen sie und ihre Mitarbeiter im Rathaus ab, obwohl hier zwei Landesstraßen aufeinandertreffen, für die nicht die Stadt, sondern das Land zuständig ist. Es sei „fast ein Schildbürgerstreich“, dass im vergangenen Jahr nur die Ampelanlage erneuert worden ist. „Die Sperrung, die ja viele Verkehrsteilnehmer über Wochen beeinträchtigt hat, hätte gleich für die Sanierung der Kreuzung genutzt werden müssen“, findet Christiane Augsburger.

Dass es nur um die Ampeln gehe, sei allen Beteiligten von vorneherein klar gewesen, teilte der Sprecher von Hessen Mobil, Stefan Hodes, auf Anfrage mit. Die Sanierung des Straßenbelags sei nicht in das Landesstraßenbauprogramm für 2013/14 aufgenommen worden, weil andere Projekte als dringlicher eingestuft worden seien. Hodes verweist auf die „unverzichtbaren Konsolidierungsbemühungen der Hessischen Landesregierung“.

Danach sollen die Straßenbaumittel auf die „vordringlichsten Maßnahmen“ konzentriert werden. Der neue Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte jüngst jedes dritte Straßenbauprojekt in Hessen auf die kommenden Jahre verschoben, weil aktuell nicht mehr genug Geld vorhanden sei. Mit der Sanierung der Conti-Kreuzung sei frühestens 2015 zu rechnen, erklärt der Hessen-Mobil-Sprecher. Maßgeblich dafür sei eine erneute Dringlichkeitsprüfung aller „hessenweit wünschenswerten Knotenpunktumgestaltungen, das bis Ende dieses Jahres vorliegen wird“.

Es könnte also auch noch länger dauern. Die Stadt tue derweil, was sie könne, versichert Augsburger, die schon mehrere Briefe an Hessen Mobil und Minister Al-Wazir abgeschickt hat. Demnächst werde in Zusammenarbeit mit dem Main-Taunus-Kreis zumindest die Rechtsabbiegespur in der Sodener Straße etwas verlängert, kündigt die Bürgermeisterin an. Die Sodener Straße ist eine Kreisstraße.

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