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Hofheim

Breitband muss warten

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Bundesnetzagentur hat den Vertrag mit Titan Networks noch nicht genehmigt. Der Breitbandausbau in Lorsbach, Langenhain und Wildsachsen muss daher warten.

Anfang April war die Begeisterung groß: Binnen Jahresfrist würden auch die drei Hofheimer Stadtteile Lorsbach, Langenhain und Wildsachsen mit schnellem Internet versorgt, teilte der Main-Taunus-Kreis mit. Die Wallauer Firma Titan Networks, die schon bislang in den Dörfern den Internetausbau vorangetrieben hatte, werde bis März 2017 für eine flächendeckende Geschwindigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde sorgen. Der Kreis zahle dafür einen Investitionskostenzuschuss von einer Million Euro. Die Bundesnetzagentur müsse den Kooperationsvertrag nur noch genehmigen.

Doch ganz so schnell wird es mit dem Breitbandausbau in Lorsbach, Langenhain und Wildsachsen nun womöglich doch nicht klappen. Denn die Frist von zwölf Monaten, die Titan Networks vertraglich für die Herstellung der Breitbandverbindungen eingeräumt wird, beginnt erst ab dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung zu laufen. Dafür fehlt aber noch die Zustimmung der Bundesnetzagentur. Verschiedene sprachliche Details müssten in dem Vertragsentwurf noch geändert werden, bestätigte gestern Kreissprecher Johannes Latsch auf Anfrage der FR. „Sie stellen aus unserer Sicht allerdings kein unüberwindbares Hindernis für die Sache dar.“

Skepsis in den Stadtteilen

Viele Bürger, die in den drei Stadtteilen wohnen, dürften sich trotzdem in ihrer Skepsis bestätigt fühlen. Denn das Vertrauen darauf, dass Titan Networks es tatsächlich schafft, die Internetverbindungen deutlich schneller zu machen, ist eher gering.

„Die werden das nicht hinkriegen“, machte Elisabeth Schmitt von den Freien Wählern jüngst im Parlament ihrem Unmut Luft. Und auch Petra Gottschalk (Bürger für Hofheim) sprach von einem Desaster, das Titan-Networks-Kunden bereits in der Vergangenheit erlebt hätten. Die Linken hatten eine große Anfrage zum Breitband Ausbau in „Hinter-dem-Wald-Hofheim“ gestartet. Sie wollten unter anderem wissen, ob die Leistungsfähigkeit von Titan Networks geprüft worden sei und wie die Wallauer Firma einen funktionierenden Service bei Störung sicherstellen wolle. Die Antwort des Kreisausschusses, die Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) verlas, fiel wenig konkret aus. Das von Titan Networks eingereichte Angebot und die im Kooperationsvertrag festgelegten Vereinbarungen ließen eine zuverlässige Projektumsetzung erwarten, teilte der Kreis mit. Das Unternehmen schulde jedem Kunden einen Störungsservice. Dieser sei als marktüblich zu bezeichnen.

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