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Brandschützer suchen Verstärkung

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Main-Taunus Kreis Feuerwehren starten Kampagne

Stell dir vor, es brennt und keiner kommt zum Löschen." Unheilvoll schwebte der Satz gestern über dem Pressegespräch, zu dem Erster Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Hielscher (FDP) eingeladen hatte. Das kaum Vorstellbare könnte Wirklichkeit werden. Dann nämlich, wenn sich der Trend fortsetzt, der Städten und Gemeinden im ganzen Kreis und darüber hinaus Kopfzerbrechen bereitet: Immer weniger Bürger sind bereit, bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv mitzuarbeiten.

Sieben bis zehn mal so teuer wie die ehrenamtliche Wehr käme für die Kommunen eine Berufsfeuerwehr, die den Brandschutz rund um die Uhr sicherstellt, rechnete Hielscher vor. "Das wäre volkswirtschaftlich nicht finanzierbar."

Um zu verhindern, dass es so weit kommt, hat der Kreis zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband ein umfangreiches Unterstützungspaket für die ehrenamtlichen Wehren geschnürt. In der Initiative "Feuerwehr MTK" sollen neue Mitglieder angeworben und junge Leute in der Einsatzabteilung gehalten werden. Es gebe Überlegungen, im Zuge der Feuerwehrausbildung die Kosten für den Führerschein zu übernehmen, sagte Hielscher. Bundesweit werde über Altersgeld oder eine Zusatzrente für aktive Feuerwehrleute diskutiert. Auf Kreisebene könnten aktive Mitglieder der Wehren besondere Hilfestellung bei der Jobsuche bekommen. In Rathäusern und Stadtverwaltungen sollten sie bevorzugt eingestellt werden; auch mit Unternehmerverbänden, Handels- und Handwerkskammern wolle er Gespräche führen, um Arbeitgeber auf ihre gesellschaftliche Verantwortung hinzuweisen, sagte Hielscher. "Es kann nicht sein, dass ein Bewerber schlechtere Chancen hat, weil er Feuerwehrmann ist und auch mal während der Arbeitszeit zum Einsatz muss."

Programme für Kinder

Die Wehren selbst wollen künftig bereits Jungen und Mädchen von sechs Jahren an für den Brandschutz begeistern. Vorbild soll dabei Kelkheim sein. Seit zehn Jahren können dort bereits Grundschulkinder Mitglied im Feuerwehrverein werden. Gut 90 Prozent wechselten anschließend zur Jugendfeuerwehr, berichtete Stadtbrandinspektor Jürgen Freund. Immerhin ein Fünftel engagiere sich danach noch in der Einsatzabteilung. Einziger Wermutstropfen: Die Betreuung der Kinder müssen zum Teil wieder jene Aktiven in die Hand nehmen, die ohnehin schon über Gebühr belastet sind. "Da würden wir uns mehr Unterstützung von der städtischen Jugendarbeit wünschen", sagte Freund.

Mehr Informationen zur Initiative gibt es bei den örtlichen Feuerwehren und im Amt für Brandschutz und Rettungswesen, Telefon 06192/ 99180.

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