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Bilder von hoher Qualität

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Totenmaske von Hanny Franke
Totenmaske von Hanny Franke © Michael Schick

Eine Doktorarbeit widmet sich dem Werk des Eschborner Malers Hanny Franke. Autorin Annette de la Cruz hat daran zehn Jahre gearbeitet.

Etwa 20 mal musste Hanny Franke mit Staffel und Farben zum Westerbach gehen und immer wieder dasselbe Motiv in unterschiedlichen Variationen festhalten: die Römerbrücke. Denn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte es in den bürgerlichen Haushalten Eschborns zum guten Ton, eben jenes Landschaftsbild des Malers ins Wohnzimmer zu hängen. Eines der Werke hat heute seinen Platz im Zimmer des Ersten Stadtrats. Der Wert des Gemäldes soll sich auf rund 100000 Euro belaufen.

Mit dem Maler Hanny Franke hat sich Annette de la Cruz in einer Doktorarbeit auseinandergesetzt. Die gedruckte Fassung ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Insgesamt zehn Jahre hat de la Cruz mit ihren Forschungsarbeiten verbracht. Finanziell unterstützt wurde sie dabei von der Stadt Eschborn.

Franke zog 1963 nach Eschborn, verbrachte die letzten zehn Jahre seines Lebens hier und entwickelte in dieser Zeit eine enge Verbundenheit mit der Stadt. Zahlreiche seiner Werke zeigen Landschaftsmotive aus der Umgebung der Stadt. Nach Frankes Tod erwarb Eschborn den gesamten Nachlass des Künstlers von seiner Witwe. „Seine Landschaftsbilder sind von hoher Qualität“, sagt de la Cruz. Einen eigenen Stil habe er aber nicht geprägt

Franke ist einer der wenigen Künstler, deren Werke zu Lebzeiten so gefragt waren, dass er von dem Verkauf leben konnte. Viele seiner Bilder waren Auftragsarbeiten. De la Cruz musste viele Sammler ausfindig machen, um jene Gemälde auszumachen, die nicht im Besitz von Eschborn sind. „Alle Bilder zu finden, wäre ein Lebenswerk“, sagt sie. ( gf)

Das Buch „Der Maler Hanny Franke“ von Annette de la Cruz ist im Verlag Heinrich Druck+Medien erschienen und kostet 39,80 Euro.

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