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Das Krankenhaus in Bad Soden wurde in den vergangenen 50 Jahren mehrfach erweitert.

Bad Soden

Neue Kardiologie am Bad Sodener Krankenhaus öffnet im Sommer

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Die Feier zum 50. Jubiläum der Kreisklinik in Bad Soden muss wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Auch die neuen Räume für die Kardiologie werden etwas später fertig als geplant.

Eigentlich sollte das 50-jährige Bestehen des Krankenhauses Bad Soden am vergangenen Wochenende mit einen Tag der offenen Tür gefeiert werden – mit Führungen durch die Operationssäle, medizinischen Demonstrationen und der Möglichkeit, die neuen Räume der Kardiologie zu besichtigen. Patientensicherheit war als Schwerpunktthema vorgesehen.

Die Corona-Pandemie hat diese Pläne durchkreuzt. Der Tag der offenen Tür sei auf unbestimmte Zeit verschoben, sagte Kliniksprecherin Claudia Planz der FR. Und auch der Umbau rund um das Herzkatheterlabor dauert länger als geplant. „Wir werden den neuen kardiologischen Funktionstrakt voraussichtlich im Sommer eröffnen können“, stellte Geschäftsführer Stefan Schad in Aussicht.

Das Krankenhaus Bad Soden wurde im April 1970 mit drei medizinischen Fachabteilungen eröffnet, die die stationäre Akutversorgung der Menschen im Main-Taunus-Kreis übernahmen. Die Innere Medizin, die Chirurgie mit Intensivstation sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe beeindruckten damals mit ihrer modernen Ausstattung. Fortschrittlich war auch der Einbau einer Patientenschleuse im Operationsbereich. Statt großer Krankensäle gab es in Bad Soden außerdem Zimmer für höchstens drei Patienten. An jedem Bett stand ein Nachttisch, für jeweils zwei Patientenzimmer gab es ein eigenes WC. 3600 Patienten wurden im Jahr der Eröffnung in Bad Soden behandelt, 218 Mitarbeiter waren im Krankenhaus beschäftigt. Heute ist die Kreisklinik mit 1800 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet. 63 000 Patienten kommen jährlich zu einer ambulanten oder stationären Behandlung, mindestens 50 Operationen werden pro Tag vorgenommen.

Immer wieder Aus- und Umbauten

Seit 2016 gehört das Bad Sodener Krankenhaus ebenso wie die Krankenhäuser in Hofheim und Frankfurt-Höchst zum Klinikverbund Frankfurt-Main-Taunus. Aus- und umgebaut wurde es bereits in den Jahren davor immer wieder. Bei der letzten großen Erweiterung 2009 entstanden ein größerer OP-Bereich und ein neues Bettenhauses. Die Investitionskosten lagen bei insgesamt 38 Millionen Euro, 24 Millionen Euro steuerte das Land Hessen bei.

Damit Covid-19-Patienten im Main-Taunus-Kreis wohnortnah behandelt werden können, war im Krankenhaus Bad Soden bereits Ende März ein Teil des Operationstrakts isoliert und zur Intensivstation umgewandelt worden. Zusammen mit dem Krankenhaus in Hofheim waren bis zu 33 Beatmungsplätze für schwer erkrankte Patienten vorgesehen. Die Zahl der Routineoperationen wurde drastisch reduziert.

Mittlerweile laufe der Regelbetrieb in den Operationssälen langsam wieder an, berichtete Claudia Planz der FR. Das Konzept sei allerdings flexibel. Das heißt, bei Bedarf könnten wieder mehr Behandlungskapazitäten für Corona-Patienten zur Verfügung gestellt werden.

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