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Main-Taunus: Viel Interesse an neuer Radroute

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Wer mit dem Rad unterwegs ist, wünscht sich ausreichend Platz und keine Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Wer mit dem Rad unterwegs ist, wünscht sich ausreichend Platz und keine Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern. © Renate Hoyer

1000 Menschen haben bei einer Online-Befragung des Regionalverbandes zum Radschnellweg zwischen Bad Soden und Eschborn mitgemacht. Auch eine Vorzugstrasse wurde gewählt.

Mehrere Wochen hatten Bürgerinnen und Bürger Zeit, um an einer vorgezogenen Online-Beteiligung zum geplanten Radschnellweg FRM4 teilzunehmen. Die Radroute soll die Taunus-Kommunen Bad Soden, Schwalbach, Sulzbach und Eschborn miteinander verbinden und an den Radschnellweg FRM5 anschließen, der von Friedrichsdorf nach Frankfurt verläuft.

1000 Menschen nutzten die Gelegenheit, auf der Homepage des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main ihre Wünsche und Anregungen zu dem Projekt zu äußern. Zur Diskussion gestellt wurden sechs Trassenverläufe. Die meiste Zustimmung erhielt die Variante 3, die von Bad Soden über Sulzbach an Schwalbach vorbei auf direktem Weg nach Eschborn führt. Nach Angaben des Regionalverbandes kamen besonders viele Antworten aus Bad Soden, Schwalbach und Sulzbach. Aus Eschborn und Frankfurt nahmen jeweils rund 100 Personen an der Umfrage teil.

Einem Drittel der Radfahrerinnen und Radfahrer war dabei besonders wichtig, dass es möglichst wenige Konflikte mit Fußgänger:innen und Autoverkehr auf der Radroute gibt. Außerdem sollten die Wege gut beleuchtet und ausreichend breit sein, damit sicher überholt werden kann. Und sie sollten im Winter geräumt werden. Die landschaftliche Attraktivität der Trasse stand nur für fünf Prozent im Vordergrund.

Radschnellweg

Der Radschnellweg Frankfurt-Rhein-Main 4 (FRM4) ist eine von neun Radschnellverbindungen, die der Regionalverband zurzeit plant.

Die Route verbindet den Bahnhof Bad Soden mit der S-Bahn-Haltestelle Eschborn-Süd und verläuft über Sulzbach und Schwalbach. Sechs Trassenvarianten stehen zur Wahl.

Über eine Online-Umfrage konnten Bürger:innen über die Varianten abstimmen und Hinweise für die weitere Planung geben.

Informatione n stellt der Regionalverband unter www.region- frankfurt.de/rsw zur Verfügung. aro

„Der Schwerpunkt bei den Antworten zeigt, dass die Menschen eine echte Alternative zum Auto suchen, um ihre Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen“, ist Rouven Kötter (SPD), Erster Beigeordneter und Mobilitätsdezernent des Regionalverbandes, überzeugt.

Zu den vorgeschlagenen sechs Trassenverläufen kamen 600 Kommentare zusammen. Neben Hinweisen zu Gefahrenstellen oder starken Steigungen regten die Bürgerinnen und Bürger auch neue Wegeführungen an, die nun geprüft werden. Auch die geplante Schienenstrecke der Regionaltangente West war ein Thema. Die Planungen sollten hinsichtlich Synergien und paralleler Trassenführung geprüft werden, wünschten sich die Teilnehmenden, außerdem eine möglichst rasche Umsetzung des Radschnellweges FRM4.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und die Abstimmungsergebnisse zu den Trassenvarianten werden in die Machbarkeitsstudie einfließen, an der seit März 2021 gearbeitet wird. Sie ist für die Projektpartner die Entscheidungsgrundlage, um die Planung voranzutreiben und den Radschnellweg zwischen Bad Soden und Eschborn zu bauen. Die beteiligten Kommunen haben dazu das letzte Wort.

Einen Kooperationsvertrag zur Radroute FRM4 hatten Bad Soden, Sulzbach, Schwalbach und Eschborn sowie der Main-Taunus-Kreis bereits 2020 mit dem Regionalverband unterzeichnet. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie in Höhe von 80 000 Euro übernimmt zur Hälfte das Land Hessen. Der Landkreis gibt 2500 Euro dazu. Den Rest teilen sich die vier Kommunen untereinander auf.

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