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Historischen Charakter der Altstadt erhalten

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„Behutsame Verdichtung“ in der Clausstraße geplant / Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit

Bad Soden - Ein unumstrittenes politisches Ziel in Bad Soden ist, dass der historische Charakter der Altstadt erhalten werden soll. Deshalb wird das Bebauungsplanverfahren unter der Überschrift „Clausstraße“ einvernehmlich vorangetrieben. Die Stadtverordnetenversammlung hat jetzt in ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend der aktualisierten Fassung des Planes zugestimmt. Es folgt aber eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit.

Das Gebiet ist sehr unregelmäßig zugeschnitten. Es besteht erstens aus dem Quartier zwischen Adlerstraße und Brunnenstraße, im Westen begrenzt von der Straße Zum Quellenpark und im Osten von Wiesenweg und der Königsteiner Straße. Dazu kommt noch eine Reihe von Grundstücken westlich der Straße Am Quellenpark und nördlich des Platzes Rueil-Malmaison.

Bereits im Jahr 2017 war die Aufstellung des Bebauungsplanes für einen größeren Teil der Innenstadt beschlossen worden, der Handlungsbedarf wird für die Quartiere südwestlich der Brunnenstraße aber als weniger dringlich eingeschätzt.

Inhaltlich ist der Bebauungsplan nicht kompliziert. Erlaubt ist in diesem Gebiet eine zweigeschossige Bebauung, wozu noch ein Satteldach kommen kann. Dies entspricht auch der vorhandenen, zumeist gründerzeitlichen Bebauung. Es kann also auch im Falle von Abbruch und Neubau nicht höher gebaut werden als bisher. Die im Bebauungsplan vorhandenen Baufenster lassen teilweise eine Vergrößerung der Grundfläche der Gebäude zu, in Einzelfällen auch deutlich.

In dem Quartier zwischen Clausstraße und der Straße Am Quellenpark gibt es einen weitgehend unbebauten Bereich hinter den Häusern, die an der Straße stehen. Die Planer sehen dort die Möglichkeit vor, weitere Gebäude zu bauen; wie es in der Vorlage des Magistrats heißt, soll dort „eher behutsam verdichtet werden können“. Die eingezeichneten Baufenster lassen etwa ein halbes Dutzend neuer Gebäude zu.

Während entlang der Straßen zum Teil eine geschlossene Bauweise zulässig ist, es also keine Zwischenräume zwischen den Häusern geben muss, sollen im Innern des Quartiers Einzelhäuser entstehen.

Wichtig für die Genehmigung künftiger Baumaßnahmen ist noch, dass sich eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude im Gebiet des Bebauungsplanes befinden. Das bedeutet, dass Baugenehmigungen auch für Grundstücke in deren Umgebung nur im Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde erteilt werden dürfen. Kriterien können dabei auch städtebauliche Themen sein - wenn zum Beispiel ein denkmalgeschütztes Gebäude einen Platz optisch dominiert, darf dies nicht durch einen Neubau nebenan in Frage gestellt werden.

Die Änderungen, die sich aus der ersten Offenlegung der Pläne ergeben haben, sind nicht grundsätzlicher Art. Es geht um einen vergrößerten Überschwemmungsbereich des Sulzbachs, um die Mindestgröße von Brauchwasserzisternen und um verkehrsberuhigte Bereiche.

Nach der erneuten Offenlegung der Pläne, deren Frist rechtzeitig veröffentlicht werden soll, dürfen dann nur noch Anregungen und Bedenken zu diesen geänderten Punkten vorgetragen werden.

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