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Bad Soden: Neue Wohnungen für Klinikpersonal

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Architekt Florian Lang in einem der komplett sanierten Appartements.
Architekt Florian Lang in einem der komplett sanierten Appartements. © Monika Müller

Die kreiseigene Infrastrukturgesellschaft hat die Gesundheitsakademie in Bad Soden für 3,3 Millionen Euro zu einem Wohnheim für Auszubildende und Beschäftigte der Kreiskliniken umgebaut.

Auf den ersten Blick sieht das vierstöckige Haus in der Kronberger Straße 32 in Bad Soden mit der strahlend weißen Fassade, den bodentiefen Fenstern und den aufgeständerten dunkelgrauen Balkonen aus wie ein Neubau. Doch das ist nicht der Fall. Die Gesellschaft für Gesundheit und soziale Infrastruktur des Main-Taunus-Kreises hat das ehemalige Ausbildungszentrum und Wohnheim für Pflegepersonal zu einem modernen Wohnhaus für Beschäftigte der Kreiskliniken umgebaut.

Von dem Gebäude aus den 1960er-Jahren, das zunächst ein Ausflugsrestaurant und später ein Hotel war, sind nur die tragenden Wände mitsamt Decken stehen geblieben. Zahlreiche Wasserschäden habe es in dem maroden Bauwerk gegeben, Schimmel und Schadstoffe, weiß Architekt Florian Lang. „Wir haben alles ausgetauscht. Das Gebäude entspricht jetzt den neuesten technischen Anforderungen, ist komplett saniert.“ Einziges Relikt aus der „alten Zeit“ ist das schmiedeeiserne Treppengeländer.

Die Zuschnitte der 43 Apartments entsprechen in etwa den früheren Wohnungen, teilweise wurden zwei 20 Quadratmeter große Mikroapartments zu einer Zweizimmerwohnung zusammengelegt. Alle haben eine Küchenzeile, ein eigenes Bad mit Dusche und einen Balkon. Die meisten sind möbliert – mit einem Tisch, zwei Stühlen, einem Schrank und einem Bett.

Die Kronberger Straße ist eine Premiumwohnlage in Bad Soden. Von den Zimmern des neuen Wohnheims schaut man auf den Eichwald, über die Dächer der Stadt und zum Taunus. Das Bad Sodener Krankenhaus ist nur wenige Gehminuten entfernt. Die Mietpreise liegen für Auszubildende bei 12 Euro pro Quadratmeter, Klinikbeschäftigte zahlen rund 14 Euro. In allen Wohnungen gibt es kostenloses WLAN, im Keller stehen zwei Waschmaschinen, die per App gesteuert werden können. Es gibt einen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss und eine große Terrasse. Das Gebäude sei bestens isoliert, die Fußbodenheizung werde über fünf Wärmepumpen betrieben, die ohne fossile Brennstoffe auskämen, berichtete Architekt Lang.

Probleme, die Wohnungen zu vermieten, hatte die Infrastrukturgesellschaft nicht. „Die Apartments waren binnen weniger Tage vergeben“, sagte Geschäftsführer Stefan Schad. 3,3 Millionen Euro wurden den Angaben zufolge in das neue Wohnheim investiert. Für Landrat Michael Cyriax (CDU) ist damit ein wichtiger Schritt getan, die Kreiskliniken als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb noch attraktiver zu machen. „Wir leisten außerdem einen Beitrag, die Wohnungsnot im Kreis zu lindern“, sagte Cyriax bei der Eröffnung des Gebäudes. Am 1. April sollen die ersten Bewohner:innen einziehen.

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