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Aufräumarbeiten nach dem Unwetter von Freitag, 14. August.

Bad Soden

Haushaltsdefizit nach Unwetter

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Starkregen im August setzt der Finanzplanung zu. Etat 2021 soll ausgeglichen sein.

Bis zum 13. August sei er noch guter Dinge gewesen, dass der städtische Haushalt in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie kein größeres Defizit aufweisen werde, sagte Bad Sodens Bürgermeister Frank Blasch (CDU) Mittwochabend im Parlament. Der Starkregen am 14. August, der Teile des Stadtgebietes unter Wasser setzte und massive Schäden verursachte, machte diese Hoffnung zunichte. Der Kämmerer kalkuliert nun mit einem Minus von bis zu 900 000 Euro für das laufende Jahr. Auch für 2021 sei die Finanzplanung wegen der Unwägbarkeiten von Covid 19 „in hohem Maße unsicher“, erläuterte Blasch. Vorgelegt hat er das Zahlenwerk dennoch, damit der Haushalt 2021 noch vor der Jahreswende und damit deutlich vor der Kommunalwahl von den Stadtverordneten beschlossen werden kann.

Trotz konservativer Annahmen auf der Einnahmenseite gelinge für das kommende Jahr der Haushaltsausgleich im ordentlichen Ergebnis, verkündete Blasch. Der Etat hat seinen Angaben zufolge ein Volumen von knapp 56 Millionen Euro. Größte Einnahmequelle bleibt weiterhin die Einkommenssteuer mit rund 20 Millionen Euro, gefolgt von der Gewerbesteuer, die auf 7,7 Millionen Euro sinkt und der Grundsteuer, die rund sieben Millionen Euro beträgt.

Das Investitionsvolumen für 2021 liegt bei 9,6 Millionen Euro. Knapp sieben Millionen Euro müssen über Kredite finanziert werden. Der Neubau der Feuerwache, der mehr als 16 Millionen Euro kosten wird, soll erst 2022 beginnen. Der Schuldenstand von Stadt und Stadtwerken beträgt Ende 2020 62 Millionen Euro.

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