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Stephan Thür (rechs) und sein Sohn Patrick setzen auf Nachhaltigkeit.
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Stephan Thür (rechs) und sein Sohn Patrick setzen auf Nachhaltigkeit.

Bad Soden

Bad Soden: Crowdfunding für Unverpackt-Laden

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Stephan und Patrick Thür wollen in der Bad Sodener Innenstadt Lebensmittel ohne Verpackung verkaufen. Im Internet haben sie eine Geldsammel-Aktion für ihr Projekt gestartet.

In ein paar Wochen soll es soweit sein. Stephan Thür und sein Sohn Patrick wollen im Sommer den ersten Unverpackt-Laden in Bad Soden eröffnen. Eine 50 Quadratmeter große Verkaufsfläche plus Lager haben sie schon gefunden: Der Haushaltswarenladen Napp in der Alleestraße will sich verkleinern. Vater und Sohn Thür könnten dort ihr Geschäft aufmachen.

Die beiden, die bis zum Herbst vergangenen Jahres in einem mittelständischen Unternehmen im Vertrieb und im Marketing gearbeitet haben, wollen das Projekt aber nicht alleine finanzieren. Sie suchen Unterstützerinnen und Unterstützer und haben deshalb eine Crowdfunding-Aktion im Internet gestartet. 16 000 Euro wollen sie als Anschubfinanzierung sammeln, das Geld soll für die Ladenausstattung verwendet werden – für Elektrogeräte, den Bau einer Theke, das Kassensystem, Spenderregale und zwei Waagen.

Stephan Thür hat Erfahrung mit dem Handel von Lebensmitteln. In den 1990er Jahren gründete er in Hofheim „Mümmelmann’s Biokiste“ und belieferte einige Jahre lang Kunden in der ganzen Rhein-Main-Region. Jetzt will der 58-Jährige an diese Zeit anknüpfen. Im Bad Sodener Unverpackt-Laden soll es regionale Lebensmittel aus überwiegend kontrolliertem biologischen Anbau geben – neben Trockenwaren auch frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte, dazu Hygiene- und Reinigungsartikel. Wer zum Einkaufen kommt, kann seine eigene Verpackung mitbringen, Pfandgläser leihen oder Papiertüten kaufen.

Er und sein Sohn Patrick (31), der Betriebswirtschaft studiert hat, hätten ein Faible für gute Lebensmittel, sagt Stephan Thür. „Und wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, wollen mit unserem Laden auch andere dazu animieren, Verpackung und vor allem Plastik einzusparen.“ In den letzten Monaten haben Vater und Sohn viel getüftelt, Kosten ermittelt, Gespräche mit Lieferanten geführt. Sie sind sich sicher: Der Unverpackt-Laden kann sich rechnen. Kund:innen könnten nicht nur aus Bad Soden kommen, sondern auch aus Schwalbach, Eschborn, Sulzbach und Liederbach. Dass in Kelkheim vor eineinhalb Jahren ein Unverpackt-Laden eröffnet hat, sei kein Hindernis. „Wir können gut nebeneinander existieren.“

So richtig zum Laufen gekommen ist die Geldsammelaktion der Thürs auf der Plattform „Startnext“ bisher noch nicht. 13 Unterstützerinnen und Unterstützer haben seit Anfang April 791 Euro zur Verfügung gestellt. Im Gespräch mit der FR erläuterte Stephan Thür deshalb nochmal das Konzept: Es handle sich nicht um eine reine Spendenaktion, bei der Förderer Geld geben und keinen Gegenwert erhalten, betonte er. „Wer uns unterstützt, bekommt einen Gutschein für den Unverpackt-Laden und kann später damit einkaufen.“

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