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Main-Taunus

Der Bach hat Probleme

Der Wickerbach hat Probleme. Ein Gewässer-Entwicklungskonzept soll nun Abhilfe schaffen. Es soll auch die bestehenden Wasserentnahmerechte – insbesondere zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen – neu regeln.

Von Jöran Harders

Ein Gewässer-Entwicklungskonzept soll dafür sorgen, dass sich der ökologische Zustand des Wickerbachs in Zukunft wieder verbessern kann. Denn derzeit geht es dem nordwestlich von Wiesbaden entspringende Bach, der auf seinem 24 Kilometer langen Weg in den Main zunächst durch die östlichen Wiesbadener Vororte fließt und dann die Kommunen Hofheim, Flörsheim und Hochheim berührt, nicht gut.

Der Leiter des Dezernats für Oberflächengewässer beim Regierungspräsidium in Wiesbaden, Holger Densky, bescheinigt dem Wickerbach zu hohe Phosphatwerte und einen zu niedrigen Sauerstoffgehalt. Außerdem gebe es Probleme bei der Gewässerstruktur – vor allem durch Begradigungen, Verbauungen und Mühlen.

Deshalb diskutieren Vertreter der Anrainerkommunen und Experten von weiteren Fachbehörden mit der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums darüber, was getan werden kann, um den Zustand des Wickerbachs zu verbessern. Ziel der Gespräche ist ein Gewässer-Entwicklungskonzept: Die Maßnahmenvorschläge, die im bis 2021 laufenden Gewässer-Bewirtschaftungsplan auf-geführt sind, sollen konkretisiert und auf ihre ökologische Wirksamkeit, technische Machbarkeit und Realisierungschancen hin überprüft werden. „Die Chancen stehen gut, den Bach bis spätestens 2027 in einen guten Zustand zu bringen“ lautet das vorläufige Fazit von Holger Densky.

Neben den bestehenden Defiziten und Entwicklungsbereichen, die im Frühjahr bei Begehungen des Wickerbachs und seiner Nebenbäche durch ein Ingenieurbüro und Mitarbeiter des Regierungspräsidiums lokalisiert wurden, gibt es laut Densky eine weitere Herausforderung: „In den trockenen Sommermonaten muss eine ökologisch ausreichende Mindest-Wasserführung des Bachs sichergestellt werden.“

Daher solle das Gewässer-Entwicklungskonzept auch dazu dienen, die bestehenden Wasserentnahmerechte – insbesondere zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen – neu zu regeln. In Dürrezeiten dürften dann sowohl Landwirte als auch Anlieger das Bachwasser nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zum Bewässern verwenden. Um die Wasserführung des Wickerbachs zu überwachen, ist geplant, an ausgewählten Stellen Wasserstandsmarken zu setzen.

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