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Die Autobahn liegt vor der Tür

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Von: Andrea Rost

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Eppstein Stadt investiert mehr als zwei Millionen Euro in die Erschließung des Gewerbegebiets Am Quarzitbruch

Der Wald ist weg. Manch einer mag das bedauern, Erster Stadtrat Alexander Simon (CDU) ist froh drum. Denn auf dem 3,8 Hektar großen Areal nordöstlich der Bundesstraße B455 – zwischen dem Autobahnanschluss zur A3 und dem Stadtteil Bremthal – wird seit einem halben Jahr an einem neuen Gewerbegebiet gearbeitet.

„Am Quarzitbruch“ wird die Straße heißen, die das Areal durchschneidet, erschlossen wird es über einen Kreisel mit 40 Meter Durchmesser, den die Stadt Eppstein an der Einmündung der Landesstraße 3028 für gut 30000 Euro hat bauen lassen.

Inmitten des Kreisels will die Stadt eine Lore aufstellen, Eisenbahnschienen und Quarzitsteine verlegen, um daran zu erinnern, dass das künftige Gewerbegebiet einst ein Quarzitbruch war, in dem noch bis in die 1970er Jahre gearbeitet wurde. Später sei das Gelände unter anderem mit Erdaushub aus Eppsteiner Baugebieten verfüllt worden, sagt Alexander Simon. Der Wald, der sich danach darauf ausbreitete und der jetzt fallen musste, sei deshalb nicht historisch, sondern bestenfalls ein paar Jahrzehnte alt.

Zahlreiche Interessenten

Noch vor dem Winter sollen die Erschließungsarbeiten im neuen Gewerbegebiet abgeschlossen, Kanal, Wasser-, Gas- und Telekomleitungen verlegt sein. 2,2 Millionen Euro gibt die Stadt für die Entwicklung des Gebietes aus. „Wir hoffen, das wir mit einer schwarzen Null aus dem Projekt aussteigen“, sagt Simon.

Auch wenn die Stanniolfabrik Eppstein Foils bereits kundgetan hat, dass sie ihren Standort in der Altstadt nicht aufgeben wird, um ins Gewerbegebiet Am Quarzitbruch zu ziehen, gibt es nach Angaben von Simon zahlreiche Interessenten für die Gewerbeflächen mit direktem Anschluss an die Autobahn.

„Das ist ein Standortvorteil für uns, dafür nehmen die Firmen auch mal mehr Geld in die Hand“, sagt Simon. Deutlich unter 200 Euro werde der Quadratmeter Gewerbefläche kosten. Auf dem westlichen Teil in Richtung Niedernhausen soll vor allem produzierendes Gewerbe angesiedelt werden, im Osten nahe am Kreisel könnte sich Simon auch ein kleines Businesscenter mit Büros vorstellen. Weil ein paar Wohnhäuser nebendran stehen, ist dieser Teil Mischgebiet.

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