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Verzögerungen beim Bau soll es wegen der Funde nicht geben.

Hofheim

Archäologische Funde in Hofheim

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Auf der Baustelle der neuen Bücherei sind Gebäudeüberreste entdeckt worden. Die Arbeiten werden sich dadurch nicht verzögern.

Auf der Baustelle für die neue Stadtbücherei sind die Erdarbeiten gestartet. Wie die Stadt mitteilte, traten dabei bereits dicht unter der Oberfläche Gebäudeüberreste aus den vergangenen Jahrhunderten zum Vorschein. Archäologe Christian Falb ist mit seinem Mitarbeiter Andreas Lutz vor Ort und untersucht die Funde. Die Untersuchungen werden die Erdarbeiten in den kommenden Wochen begleiten.

„Die Archäologen haben bei ihrer Arbeit unsere volle Unterstützung und wir sind gespannt, welche Erkenntnisse sich aus den Funden für die Hofheimer Stadtgeschichte ziehen lassen“, sagt der Geschäftsführer der Hofheimer Wohnungsbau (HWB), Josef Mayr.

Allerdings schränkt die Stadt auch ein: Die bislang entdeckten Befunde werden dokumentiert, jedoch nicht erhalten.

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse rechnet die HWB nicht mit einer zeitlichen Verzögerung. Dies kann sich mit dem weiteren Verlauf der archäologischen Untersuchungen und weiteren möglichen Funden aber jederzeit ändern.

Die Befunde lassen sich bislang zwei Epochen zuordnen, sagt Christian Falb: „Zum einen haben wir Steinstrukturen aus dem 19. Jahrhundert, zum anderen Backsteinmauern wohl aus dem 20. Jahrhundert gefunden. Letztere haben ein Fundament aus Taunusschieferstein.“ Die Funde aus dem 19. Jahrhundert ließen sich durch ebenfalls entdecktes Steingut und weißglasierte Ware datieren. „Schön wäre natürlich, wenn wir noch weitere Strukturen finden und dadurch ein kompletteres Bild der Bebauung erhalten würden.“

Mitte Oktober sollen die Arbeiten für die Baugrube beginnen.

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