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Flörsheim

Appell an Ministerin

Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen (ANU) will Nachhaltigkeitsthemen in den Schulalltag zu bringen. Die Umweltbildung braucht mehr Geld.

Mehr finanzielle Unterstützung vom Land für die Weiterbildung von Pädagogen zum Thema Umwelt wünscht sich Martina Teipel. Die erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen (ANU) wandte mit dieser Bitte direkt an die Hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne), die während ihrer Sommertour einen Stopp im Naturschutzhaus an den Weilbacher Kiesgruben einlegte.

Hinz informierte sich dort über aktuelle Projekte der ANU-Hessen. Deren Anliegen ist es, Nachhaltigkeitsthemen in den Schulalltag zu bringen. Es laufe gut, sagte Martina Teipel, die neben ihrem Sitz im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft auch das Naturschutzhaus leitet. Dieses ist eines von zehn Umweltzentren der ANU in Hessen.

Die Umwelterziehung komme allerdings personell an ihre Grenzen: Die Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft Weilbach (GRKW), Träger des Naturschutzhauses, biete zwar Fortbildungen Erzieherinnen an. Da diese in ihrem Beruf aber eher wenig verdienten, sei das für sie finanziell kaum zu schaffen, berichtete Teipel. „Man könnte noch mehr bewegen.“

Pilotprojekt in Grundschulen

„Ich habe keinen Geldtopf mitgebracht“, stellt Hinz angesichts der Budgetsorgen der ANU klar. Allerdings wolle sie überlegen, wie das Hessische Umweltministerium und die ANU-Hessen auch finanziell besser kooperieren könnten. Die Grünen-Politikerin lobte die Arbeit in der Natur- und Umweltbildung: „Dass Pädagogen geschult sind und die Themen auch in den Alltag bringen, ist sinnvoll“, sagte Hinz.

Susanne Bronder ist pädagogische Mitarbeiterin im Naturschutzhaus. Seit April bietet sie Projekte in die Grundschule am Weilbach, die Liederbachschule und die Burgschule Eppstein. Dritt- und Viertklässler lernen dort über globale nachhaltige Entwicklung. So erfahren die Kinder zum Beispiel, wie weit die Reise einer Jeans vom Baumwollfeld bis in den Schrank sein kann. „Das ist für die Schüler ein Aha-Effekt“, sagt Bronder.

Damit die Zusammenarbeit mit den Schulen klappt, müssen die Umweltzentren laut Hans-Jürgen Hielscher (FDP), Geschäftsführer der GRKW, Angebote machen. Seiner Ansicht nach ist auch das Umweltministerium für die Schulprojekte zuständig, nicht allein das Kultusministerium.

Priska Hinz räumte ein, die Umweltbildung habe in der Landespolitik „keine richtige Verortung“. Sie liege ihr aber persönlich am Herzen. Schließlich sei sie selbst ausgebildete Erzieherin. (prto)

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