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Connie Fray von der Gurppe "Theaterlust" im Stück "Konfusionen".
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Connie Fray von der Gurppe "Theaterlust" im Stück "Konfusionen".

"Theaterlust" in Hofheim

Alltagstypen auf der Bühne

In ihrer neuesten Inszenierung demonstriert die Hofheimer Truppe "Theaterlust" ihre Vielseitigkeit. Zu sehen ist die Komödie "Konfusionen" von Alan Aykcbourn. Von Jöran Harders

Von JÖRAN HARDERS

Conny Fray hat keine Hemmungen, ihre Nachbarn manchmal so richtig anzuschnauzen. Zumindest dann nicht, wenn ihre Rolle es verlangt.

Denn beim Schauspielen kann das Gründungsmitglied der Gruppe Theaterlust "die Sau rauslassen", wie sie sagt. "Auf der Bühne stoße ich an Grenzen und überschreite sie vielleicht sogar", erklärt die Hobby-Schauspielerin, die seit elf Jahren in der Gruppe aktiv ist. In dem Stück, das die Theaterlust-Mitglieder zurzeit einstudieren, spielt Conny Fray eine Mutter, die auch Erwachsene wie Kinder behandelt, und eine Pfarrerin.

Gemeinsam mit ihrem Regisseur Martin Bringmann haben sich die Amateurschauspieler Alan Ayckbourns Komödie "Konfusionen" ausgesucht. Das sei ein Stück mit Witz, aber auch mit Tiefgang, findet die Sprecherin der Gruppe, Angelika Schriever-Steinberg. Zudem besteht es aus fünf voneinander unabhängigen Szenen mit unterschiedlicher Besetzung. "Das macht das Proben einfacher, weil nicht immer alle zu jeder Probe da sein müssen", stellt Bringmann fest. Eine besondere Herausforderung sei es, dass Ayckbourn "ganz alltägliche Typen in einem ganz alltäglichen Millieu" beschreibe. "Die Kunst ist es, diese Alltagstypen so zu spielen, dass sie auf der Bühne eine gewisse Größe haben", erklärt der Regisseur. Etwa den Ober im Restaurant, der vom Privatleben seiner Gäste mehr erfährt, als ihm lieb ist. Oder eben die resignierte Ehefrau mit Mutterfimmel.

Bei den Proben achtet Martin Bringmann auf die Kleinigkeiten und ermuntert die Ensemblemitglieder immer wieder zur gezielten Übertreibung. Und Gelerntes beim nächsten Mal nicht wieder zu vergessen. "Das war besser, wie du es vorhin gemacht hast", erinnert er freundlich, wenn es im Eifer des Gefechts dort hakt, wo vorher eigentlich alles schon geklappt hat. Von Beruf ist Bringmann selbst Schauspieler - daher kann er sich in seine Schützlinge gut hineinversetzen. Das Schwierigste sei "die Wiederholbarkeit": auch Profis hätten mitunter Mühe, eine Szene auf Abruf immer wieder gleich abzuliefern.

Martin Bringmann, der bei der Theaterlust zum ersten Mal Regie führt, hat sich vorgenommen, die Sache bei aller Ernsthaftigkeit dennoch mit Freude zu betreiben. "Das Wichtigste ist, dass es der Gruppe Spaß macht. Die sind schließlich alle freiwillig dabei." Aber auch für ihn sei das Regieführen keine unangenehme Arbeit. "Hier kann ich etwas weitergeben", begeistert sich Bringmann. Und so gehe es ihm wie anderen Theaterlust-Mitgliedern auch: "Man kommt gestresst zur Probe und fährt entspannt nach Hause."

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