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Ärzte arbeiten rund um die Uhr

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Von: Andrea Rost

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In der Kreisstadt soll zum 1. Oktober ein medizinisches Versorgungszentrum den Betrieb aufnehmen. Von Andrea Rost

Der Umzug ist bereits vor einigen Wochen über die Bühne gegangen. Seit Mitte August sind die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Klinik für Plastische-, Hand-, und rekonstruktive Chirurgie nicht mehr in Hofheim, sondern am Krankenhaus in Bad Soden untergebracht. In der Kreisstadt soll zum 1. Oktober ein medizinisches Versorgungszentrum den Betrieb aufnehmen. Das hat das Kreisparlament gestern einstimmig beschlossen.

Was das für die Patienten im Westen des Main-Taunus-Kreises bedeutet? "Jedenfalls keine schlechtere Versorgung im Ernstfall", sagt die Sprecherin der Main-Taunus-Kliniken Claudia Planz. Denn die Ambulanz für Unfallchirurgie und für internistische Notfälle werde auch künftig rund um die Uhr am Hofheimer Krankenhaus geöffnet sein.

Knochenbrüche und offene Verletzungen werden die Chirurgen behandeln, auch für Arbeits-, Freizeit- oder Schulunfälle bleibt das Krankenhaus weiterhin Anlaufstelle. 24 Stunden Telefondienst sei garantiert "auch wenn die Krankenhauspforte nachts nicht mehr besetzt ist", verspricht Claudia Planz.

Weil ein medizinisches Versorgungszentrum Kassenarztsitze für zwei Fachrichtungen benötigt, gibt der Chirurg Gerold Müller-Felsch seine eigene Praxis Hofheim auf und zieht zum 1. Oktober in die Lindenstraße. Weiterhin bestehen bleibt an der Klinik die neurologisch-psychiatrische Gemeinschaftspraxis Richter/ Häfner.

Mehr Chirurgen

Geleitet werden soll das neue medizinische Versorgungszentrum vom Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Bad Sodener Klinik, Uwe Horas. Er wird auch als Geschäftsführer fungieren. Damit die medizinische Versorgung an sieben Tagen rund um die Uhr sichergestellt werden kann, sollen zusätzlich noch zwei Chirurgen am Bad Sodener Krankenhaus beschäftigt werden, die im Wechselschichtdienst nachts in Hofheim arbeiten. Einzig umfangreichere und komplizierte chirurgische Eingriffe können künftig in Hofheim nicht mehr erledigt werden. Dazu würden die Patienten nach Bad Soden verlegt, sagt Claudia Planz.

Das Konzept des Versorgungszentrums sei mit dem medizinischen Qualitätsnetz Hofheim und mit den niedergelassenen Ärzten abgestimmt worden, betont der Geschäftsführer der Kliniken des Main-Taunus-Kreises Helmuth Hahn-Klimroth. Die Mediziner vor Ort hätten eine chirurgische Notfallambulanz am Krankenhaus rund um die Uhr ausdrücklich begrüßt.

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