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Zeitgemäße Orientierung für Radler in Hofheim.
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Zeitgemäße Orientierung für Radler in Hofheim.

Hofheim

1100 neue Radwegweiser

  • VonUlrich Gehring
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Bis Ende Oktober will der Bauhof im Stadtgebiet das Beschilderungskonzept des ADFC verwirklichen.

Es sah ganz einfach aus: Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) oben auf ihrer Bockleiter musste den Wegweiser nur in die mit Metallband befestigten Halterung stecken. Schon saß er fest und weist seither die Entfernung nach Frankfurt-Höchst mit 8,7 und Kriftel mit 2,0 Kilometern aus. Auch Baudezernent Wolfgang Winckler (SPD) und Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) nahmen das Thema so ernst, dass sie gestern Mittag zuschauten, als am Bahnhofsvorplatz die ersten drei von geplanten 1100 neuen Radwegeschildern im Stadtgebiet montiert wurden.

Die alten Schilder aus der Pionierzeit der 1980er Jahre haben ausgedient. Bis spätestens Ende Oktober sollen die oft defekten, moosbewachsenen oder auch verschwundenen Wegweiser durch größere weiße Schilder mit grüner Schrift abgelöst sein. 189 zusätzliche Schilderpfosten werden gesetzt. Das Netz wird dichter, an Verzweigungen sind genaue Entfernungsangaben vorgesehen.

Die Schilder orientieren sich an bundesweit geltenden Richtlinien. Das Land übernimmt deshalb 55 Prozent der Kosten. Die Materialkosten liegen bei 39 000 Euro. Mit 25 000 Euro kalkuliert die Stadt für das Aufstellen durch den Bauhof. Dessen technischer Betriebsleiter, Thomas Felmeden, stieg denn gestern nach der Bürgermeisterin noch einmal auf die Leiter und zog per Akkuschrauber die Klemme fest.

Das Konzept für Standorte, Ausrichtung und Beschriftung der Schilder hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bereits 2009 bis 2011 ausgearbeitet. Hofheim und sieben weitere Kommunen umfasst das vom Main-Taunus-Kreis in Auftrag gegebene Werk. ADFC-Ortssprecher Holger Küst und Bernd Starossek haben um die 1000 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt. Die Radgruppe der Lokalen Agenda Hofheim hat auch mitgewirkt.

Hofheim ließ sich mit der Verwirklichung des Projekts etwas Zeit, weil es nicht auf die Landeszuschüsse verzichten wollte. Wie Bürgermeisterin Stang berichtet, hat die Stadt aber gleich zugeschlagen, als Ende 2015 „überraschend“ der Zuwendungsbescheid eintraf.

So verbleiben noch drei Kreiskommunen, in denen man bei Radfahrten sicherheitshalber die Landkarte mitnimmt: In Schwalbach geht die bereits beschlossene Umsetzung wegen eines Personalengpasses derzeit mühsam voran. In Hochheim will man in Zeiten der Haushaltskonsolidierung kein Geld für Schilder ausgeben. Und Flörsheim sieht derzeit keinen Bedarf an neuen Schildern.

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