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Lehrerin Bettina Gerwien präsentiert eine der neuen interaktiven Tafeln.
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Lehrerin Bettina Gerwien präsentiert eine der neuen interaktiven Tafeln.

Kriftel

Main-Taunus-Kreis stattet Schulen digital aus

  • VonJürgen Streicher
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Limes-Grundschule hat jetzt interaktive Tafeln. Insgesamt kostet das Projekt rund 40 Millionen Euro.

Eigentlich ganz einfach, die Bedienung einer modernen interaktiven Tafel im Klassenraum. Bettina Gerwien, Klassenlehrerin einer 2. Klasse der Lindenschule in Kriftel, kriegt das längst super hin. Hier hat die digitale Zeit Einzug gehalten. Ein Dutzend der 19 Klassenräume für insgesamt 420 Schülerinnen und Schüler sind bereits mit der interaktiven Tafel ausgerüstet. „Wir haben das Ende der Kreidezeit eingeläutet“, sagt die 47-jährige Lehrerin, deren Finger beim Erläutern der Grundidee nur so über die je nach Einstellung schwarz-weiße oder bunte Tafel fliegen. Fast genauso schnell sind die meisten Kinder sehr schnell digital geworden.

Montagmorgen, es wird vom Wochenende erzählt, ein Schüler hat einen USB-Stick mitgebracht, „und schwupps ist die Katze im Klassenraum“, zeigt Gerwien. Also virtuell, wie die richtigen Lösungen der Mathearbeit oder die Seiten eines Lehrbuches. Ihr Tablet kann die Lehrerin mit der Tafel verbinden, und schon wieder „schwupps“, kann sie Versuche visualisieren oder Arbeitsergebnisse sozusagen live präsentieren. Das Konzept sei „für die Grundschule ein geeigneter Weg, um digitale Mittel pädagogisch sinnvoll einzusetzen“, erläutert Schulrektorin Sandra van de Weyer. Komplett solle die smarte Tafel den analogen Unterricht gar nicht ersetzen. Aber helfen, digitale Kompetenzen zu vermitteln, die inzwischen genauso wichtig sind wie die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen.

Von „zwei Denkschulen“ bei der beabsichtigten Digitalisierung der Schulen des Main-Taunus-Kreises spricht Landrat Michael Cyriax (CDU). Gestern war er auf Besuch im Raum M136 der Lindenschule, um das 40-Millionen-Projekt vorzustellen, mit dem der Landkreis bis 2024 seine Schulen aufrüsten will. Setzt die Lindenschule stärker auf interaktive Tafeln, strebt die Albert-Einstein-Schule in Schwalbach an, alle Schüler:innen mit einem eigenen Tablet auszustatten. „Eine Eins-zu-eins-Ausstattung ist für uns eine logische Konsequenz aus der Digitalität der Gesellschaft“, so Schulleiterin Anke Horn. USB-Sticks sind für sie ein „auslaufendes Medium“, benötigt würden „dringend einheitliche Cloud-Versionen“. Das Problem dabei: bestehende Datenschutzregelungen, die den Prozess noch behinderten.

Ungefähr 320 Tablets sind im Albert-Einstein-Gymnasium mit knapp 1500 Schüler:innen schon angekommen, im gesamten Kreis haben Schulen schon 14 000 der modernen Lernhilfen bekommen. Noch wartet Anke Horn aber auf über 1000 weitere für ihre Schule. Immerhin, „die Hüllen sind gestern gekommen“, sagt sie beim Treffen mit dem Landrat und der IT-Beauftragten des Main-Taunus-Kreises, Yvonne Kästner. „Eine große Herausforderung für den Kreis“, so Cyriax, „wir müssen über lange Zeiträume planen und alles inhaltlich und methodisch auf die Lernangebote der Schulen abstimmen.“ Dabei werden die Schulen vom Medienzentrum des Kreises unterstützt. Seit Anfang September ist dort die Medienpädagogin Natalie Frank neu im Boot, die unter anderem Fortbildungen und Beratungen für Lehrkräfte organisiert. Im Altbau der Lindenschule soll mit der Sanierung 2023 und der Umrüstung die Schule fit für die Zukunft gemacht werden.

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