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Ilja-Kristin Seewald war SPD-Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis 181 Main-Taunus.
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Ilja-Kristin Seewald war SPD-Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis 181 Main-Taunus.

Wahlkreis 181

Main-Taunus: Das Dilemma der Genossen

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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In allen Kommunen des Wahlkreises 181 haben die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl Stimmen dazugewonnen. SPD-Direktkandidatin Ilja-Kristin Seewald bekommt trotzdem keinen Abgeordnetensitz in Berlin.

Es war das erklärte Ziel von Ilja-Kristin Seewald, dieses Mal als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag einzuziehen. Und kurz vor der Wahl war die Sozialdemokratin auch noch optimistisch, dass sie das schaffen würde – wenn nicht durch den Gewinn des Direktmandats im Wahlkreis 181, dann über die Landesliste der hessischen SPD, auf der sie an zwölfter Stelle stand.

Am gestrigen Montag waren dann doch alle Träume zerplatzt. Die Königsteinerin hat es auch im zweiten Anlauf nicht nach Berlin geschafft. 15 Abgeordnete kann die SPD aus Hessen nach Berlin entsenden, 14 davon haben ein Direktmandat gewonnen. Keine Chance also für Seewald und das, obwohl sie ihren Abstand zum Bewerber der CDU, Norbert Altenkamp, verglichen mit 2017 auf nur noch knapp zehn Prozent halbiert hatte.

Sie sei enttäuscht, räumte die 52-Jährige im Gespräch mit der FR ein. Tröstlich sei immerhin, dass die SPD im bürgerlichen Wahlkreis, der neben den Main-Taunus-Kommunen auch die Hochtaunusstädte Königstein, Kronberg und Steinbach umfasst, an Stimmen dazugewonnen habe. „Das ist ein toller Erfolg.“

Tatsächlich konnten die Sozialdemokrat:innen in allen 15 Städten und Gemeinden des Wahlkreises zwischen drei und fünf Prozentpunkte gegenüber den Bundestagswahlen vor vier Jahren zulegen, während die CDU überall deutlich an Stimmen verlor und insgesamt nur noch auf 27 Prozent der Zweitstimmen kam.

Das beste Ergebnis erreichte die SPD mit 27 Prozent in Steinbach. Die Hochtaunusstadt ist auch die einzige Kommune, in der Ilja-Kristin Seewald bei den Erststimmen zwei Prozentpunkte vor Norbert Altenkamp lag. Mehr Stimmen als die CDU bekam die SPD auch in den konservativ geprägten Städten Flörsheim und Hattersheim sowie in der SPD-Hochburg Schwalbach, der Heimatstadt von Hessens SPD-Chefin Nancy Faeser. In allen drei Kommunen landete Seewald bei den Erststimmen nur knapp hinter Norbert Altenkamp. In ihrer Heimatstadt Königstein, in der sie SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament ist, blieb sie dagegen mit 16,6 Prozent weit hinter dem CDU-Bewerber (40 Prozent) zurück. Auch die FDP-Direktkandidatin Bettina Stark-Watzinger landete in Königstein knapp vor Seewald.

Ob sie sich 2025 ein drittes Mal um ein Bundestagsmandat bewerben wird, ließ Ilja-Kristin Seewald offen. Sie konzentriere sich jetzt auf ihren Job als Kommunikationsberaterin, den sie auch im Wahlkampf nie aufgegeben hatte, sagte sie im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

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