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Main-Kinzig

Niemand will für die CDU kandidieren

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Weil sich in Niederdorfelden niemand von der CDU listen lassen will, findet die Kommunalwahl ohne Union statt. Für den Ortsverein könnte es das Ende bedeuten.

Brunhilde Steul ist mit ihrem Latein am Ende. Flyer seien in alle Briefkästen gesteckt worden und immer wieder habe sie Leute angesprochen, erzählt sie. Doch die CDU-Liste für die Kommunalwahl bleibt leer. Damit treten am 14. März nur SPD, Grüne und eine neue Wählerinitiative für die Gemeindevertretung von Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis an.

Steul will nach Jahrzehnten in der Kommunalpolitik nicht erneut kandidieren, auch ihre bisherigen drei Mitstreiter nicht. Und den Christdemokraten droht weiteres Ungemach. „Wir haben nur noch vier Mitglieder, da werden wir den Ortsverein wohl bald auflösen müssen. Und das in seinem 50. Jahr“, sagt Steul. Die Landwirtin kann sich den Untergang ihrer CDU nicht so richtig erklären. Bei der Kommunalwahl 2016 habe die Partei noch knapp 30 Prozent der Stimmen erhalten. „Wir haben gute Sachen auf den Weg gebracht, aber das ist zu den Leuten vermutlich nicht durchgedrungen“, sagt sie. Das liege nicht zuletzt an der seit Jahren bestehenden Omnipräsenz der SPD. Steul schließt auch ein ortspolitisches Desinteresse nicht aus, denn im 4000-Einwohner-Dorf gehe derzeit alles seinen ordentlichen Gang.

Als „zutiefst bedauerlich“, bezeichnet Juliane Frey, die SPD-Spitzenkandidatin, die Lage. Sie sieht eine „Schwächung der politischen Mitte zugunsten der Ränder“. Der Abgesang der CDU habe sich jedoch früh in der Legislaturperiode angedeutet, sagt sie. „Die Fraktion war in der Gemeindevertretung selten vollständig.“ Eine Politikmüdigkeit kann Frey nicht ausmachen – auf der SPD-Liste stünden 25 Kandidat:innen.

Auch bei den Grünen gibt es keinen Personalmangel. Spitzenkandidat Matthias Zach, der der CDU keine Träne nachweint, berichtet von 13 Mitstreiter:innen.

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