Zuschuss für das Ritualbad

Bad Nauheim Synagoge wird weiter saniert

Von Nina Nickoll

Die Synagoge in Bad Nauheim ist ein markantes Beispiel für den Baustil der Neuen Sachlichkeit in den 20er Jahren. Ihr frisch sanierter Längsbau vermittelt keinen Baustelleneindruck mehr, der Raum strahlt seit vergangenem Jahr in neuem Glanz. Doch in dem Raum mit dem Ritualbad Mikwe sieht es noch anders aus. Dort sei leider alles „im Eimer“, wie der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Monik Mlynarski, die Situation beschreibt. Zur Wiederherstellung der Mikwe schoss der Kreis nun 4000 Euro hinzu. Im vergangenen Jahr gab es bereits 3000 Euro. Insgesamt lägen die Kosten bei 400000 Euro. Mittlerweile hat die Gemeinde drei Viertel der Summe zusammen.

Ziel der Sanierung sei es, dem Sakralbau sein ursprüngliches Erscheinungsbild zu verleihen, sagte Landrat Joachim Arnold (SPD) bei der Scheckübergabe. Die schlichten, klaren Formen gelten als Hauptmerkmal des jüdischen Bauwerks. „Vor allem der monumentale Kopfbau mit seinem Flachdach ist davon geprägt“, so Arnold. Neben dem Wetteraukreis fördern auch das Hessische Landesamt für Denkmalschutz und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die aufwendige Sanierung.

Vor der Mikwe wird die Treppe zum Eingang in das Gotteshaus Ende des Jahres fertig saniert. Sie sei zurzeit schon wieder nutzbar, sagt Mlynarski. Das weiß-rote Absperrband wurde entfernt.

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