Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kindesmisshandlung

Zeugin bestätigt Übergriffe

Ein 29-Jähriger aus Bruchköbel soll ein Kind übel misshandelt haben. Doch die Aussagen im Prozess schaffen bisher noch keine Klarheit.

In dem Prozess gegen einen 29-Jährigen aus Bruchköbel wegen schwerer Kindesmisshandlung mit Tötungsabsicht soll nun ein neues Spurengutachten erstellt werden. Entgegen ersten Erwartungen fand das Verfahren gegen Daniel W. am Freitagnachmittag vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Hanau keinen Abschluss. Weder eine vom Angeklagten vorgetragene Erklärung noch die ebenso unerwartete erneute Zeugenaussage der Mutter des Kindes brachten Klarheit.

Am 20. April wurden Rettungssanitäter in die Bruchköbeler Wohnung gerufen. Die Mutter fand ihren drei Jahre alten Sohn mit einer stark blutenden Kopfwunde. Ihr Freund, Daniel W., berichtete ihr, er habe dem Jungen um 5 Uhr ein Glas Wasser ans Bett bringen wollen, dabei sei er über einen Stuhl gestolpert. Im Fallen habe er mit dem Glas den Kopf des Jungen getroffen. Das Glas zerbarst dabei.

Der Mann erklärte den mutmaßlichen Unfall auch damit, dass er zum Zeitpunkt des Geschehens noch vom Vorabend betrunken gewesen sei. Die Rettungssanitäter schöpften Verdacht, weil der Junge ihnen etwas anderes sagte.

Der Angeklagte und die Frau revidierten jetzt ihre Aussage vom ersten Prozesstag. Danach war die Beziehung zwischen den beiden alles andere als gewaltfrei verlaufen. Daniel W. räumte ein, die Frau geohrfeigt zu haben, um „sie wieder ruhig zu kriegen“. Er bezeichnete sie als hochgradig eifer- und streitsüchtig. In ihrer erneuten Zeugenaussage bestätigte die Frau Gewaltübergriffe.

Glas traf voll den Kopf

Die 23-Jährige hält weiterhin einen Unfall für möglich. Der Junge habe ihr mehrmals von einem fallenden Glas berichtet. Der heute Viereinhalbjährige wurde am ersten Verhandlungstag angehört. Er konnte sich aber nicht mehr an den Hergang erinnern.

Im ersten Gutachten hat der Gerichtsmediziner einen Schlag an den Kopf festgestellt. Es sei ein „Volltreffer“, ohne Schürfspuren. Entgegen der Aussagen des Angeklagten fanden sich keine Blutreste des 29-Jährigen am Boden, der sich beim Wegräumen der Splitter am Boden an der Hand verletzt haben will. Nun soll unter anderem der Schlafanzug des Jungen auf verschiedene Blutspuren untersucht werden. ( sun)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare