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Der zweite Bauabschnitt des Integrativen Wohnparks Erlensee ist fertig.
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Der zweite Bauabschnitt des Integrativen Wohnparks Erlensee ist fertig.

Erlensee

Zentrum für ein selbstbestimmtes Leben

41 neue Wohnungen für Menschen mit Behinderungen sind jetzt in bester Lage fertig geworden. Es soll auch ein neues Zuhause auch für Familienangehörige und ältere Menschen werden. Fast die Hälfte des Projekts finanziert das Land.

Von Jörg Andersson

Im Zentrum von Erlensee, nahe an Rathaus, Post, Geschäften, Hallenbad und einem Park, hat der Selbsthilfeverein Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen „seine Vision vollendet“. Mitten im Ort „haben wir hier die besten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben“, lobte der Vorsitzende Uwe Schneider am Montagnachmittag zur offiziellen Eröffnung des erweiterten Integrativen Wohnparks.

Für 5,4 Millionen Euro sind hier binnen 14 Monaten 41 weitere Wohnungen entstanden, in denen nun seit wenigen Wochen Menschen mit Behinderungen, aber auch Familienangehörige und ältere Menschen ein neues Zuhause gefunden haben. Vis-à-vis ist vor 15 Jahren der erste Baustein für Integration in Erlensee gelegt worden. Dort gibt es weitere 22 barrierefreie Wohnungen sowie das Domizil des 150 Mitglieder zählenden Vereins.

Die gemeinnützige Selbsthilfe Körperbehinderter entstand 1973 aus einer kleinen Gruppe von behinderten und nicht behinderten Menschen. Initiator war der heutige Ehrenvorsitzende Heinz Preis, der 1985 zum Bundesvorsitzenden aufstieg und zudem lange Jahre als Behindertenbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises arbeitete. Zum Vereinsangebot gehört das Schwimmen im örtlichen Hallenbad, Gymnastik in Hanau. Dazu gibt es einen Rollstuhl-Sportclub. Ein Ziel der Vereinsmitglieder, die auch auf zwei Kleinbusse und die Hilfe von Zivildienstleistenden zurückgreifen können, war es von Beginn an, günstigen barrierefreien Wohnraum zu organisieren. Sämtliche Wohnungen zwischen 52 und 83 Quadratmetern sind nicht nur bis ins Detail den Erfordernissen von Menschen mit Behinderungen angepasst, sondern mit einer Kaltmiete von sechs Euro pro Quadratmeter auch sozialgebunden.

Fast die Hälfte der Kosten des Projekts hat das Land Hessen übernommen. Erlensee bezuschusst das Gebäude mit 410.000 Euro. Der Main-Kinzig-Kreis hatte das Gelände bereits 1994 in Erbpacht zur Verfügung gestellt.

Landrat Erich Pipa (SPD) lobte „das Herz“, das Gemeinde, die an der Finanzierung beteiligte Volksbank und das Land für Menschen mit Behinderung gezeigt hätten. Bürgermeister Stefan Erb (SPD) sprach von einer Bereicherung für die Ortsmitte. Ähnlich formulierte es auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Sascha Raabe, der im Umfeld des Vereins einst seinen Zivildienst ableistete. In Erlensee habe man die Integration Behinderter vorangebracht. Peter Tauber, für die CDU in Berlin, bezeichnete den Verein als Vorbild. Hier hätten Menschen mit einem Handicap den unbändigen Wunsch gehabt, auch etwas leisten zu wollen.

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