Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

... und André Kavai (r.) bei der Gratulationscour.
+
... und André Kavai (r.) bei der Gratulationscour.

Zach muss Abweichler dulden

Main-Kinzig Neue Dezernenten gewählt / Deutliches Votum für Vizelandrat André Kavai

Von Jörg Andersson

Um kurz nach 10 Uhr ermunterte der rhythmische Applaus im Kreistag André Kavai zur strahlender Siegerpose. Mit hochgereckten Armen genoss der 34-Jährige seine Wahl zum Ersten Kreisbeigeordneten. 55 Stimmen hatte Kavai auf sich vereinigen können, sieben mehr als die Koalition aus SPD (31), Grünen (13) und Freien Wählern (4) zählt.

„Ein tolles Ergebnis“, schwärmte der Sozialdemokrat nach der Gratulationscour. Bei 30 Gegenstimmen und einer Enthaltung durfte er sich sicher sein, auch aus dem Lager der Linken und der Piraten einen Vertrauensvorschuss erhalten zu haben.

Etwas weniger verheißungsvoll verlief der Auftakt für den zweiten hauptamtlichen Wahlbeamten. Für Matthias Zach votierten acht Kreistagsabgeordnete weniger als für Kavai. Dass es bei 47 Stimmen zumindest einen Abweichler aus dem eigenen Lager gegeben haben muss, vermochte den noch amtierenden Bürgermeister in Niederdorfelden nicht aus der Ruhe zu bringen. „Es wird einige geben, die mir das Vertrauen wohl nie mehr schenken werden“, bilanzierte der 59-Jährige Grüne und blieb auch gelassen, als der Kreistagsvorsitzende Rainer Krätschmer Zach unmittelbar vor der Vereidigung zur allgemeinen Erheiterung mit den Namen eines Grünen-Fraktionskollegen ansprach, der speziell in SPD-Kreisen eher als unberechenbar eingestuft wird.

Eher pflichtgemäß verlief die Personaldebatte vor der Dezernentenwahl am Freitagmorgen. So monierte CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Reul, dass die bisherigen Äußerungen Zachs den ideologischen Hang zur Einheitsschule erkennen ließen. Man müsse sich sorgen, dass die erfolgreiche und sachorientierte Arbeit von Parteifreund Günter Frenz fortgesetzt werde. Auch werde die CDU kritisch beobachten, ob die Koalition für den kleinen Partner Freie Wähler über eine Stabsstelle nicht noch „indirekt einen dritten Dezernenten einrichte.

FDP-Fraktionnschef Alexander Noll kommentierte trocken, „dass unsere Vorstellung von Politik mit dieser Personalauswahl nicht manifestiert werde und ein ähnliches Bündnis im Kreis ja schon einmal an den skurrilen Vorstellungen der Grünen nachhaltig gescheitert sei.

Derweil deutete Grünen-Fraktionssprecher Reiner Bousonville auf die Versäumnisse in der Energiepolitik. „Weil die CDU auf der Bremse stand, ist der Kreis Schlusslicht bei erneuerbaren Energien.“ SPD-Fraktionschef Klaus Schejna lobte zuvor das Engagement des künftigen Vizelandrates Kavai, etwa im Bereich der Schulsozialabeit oder im Öffentlichen Nahverkehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare