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CDU Main-Kinzig

"Wir werden nicht schwafeln"

Bildung und Gesundheit: Die Christdemokraten im Main-Kinzig-Kreis haben ihre Programm für die Kommunalwahl am 27. März verabschiedet.

Von Ute Vetter

Noch 120 Termine bis zur Kommunal- und damit Landratswahl am 27. März wird Vizelandrat Günter Frenz (CDU, Jahrgang 1951) absolvieren. Prompt verkündete er beim Kreisparteitag der CDU Main-Kinzig am Samstag wohltemperiert-energisch „Wir werden nicht schwafeln“ und „Wahlkampf kann auch Spaß machen!“. Zuvor hatte die Gastrednerin, Staatssekretärin Petra Müller-Klepper, eindringlich gefordert, die CDU müsse ihre Erfolge und Ziele den Bürgern noch deutlicher machen.

Der Kreisvorsitzende Tom Zeller, der sich überaus kurz fasste (sein Großvater war gestorben), betonte, dass sich die Union klar von der Linkspartei distanziere. „Wir werden nach der Wahl mit allen demokratischen Parteien reden – aber nicht mit den Linken“. Das unterscheide die CDU eindeutig von der SPD, ihrem jetzigen Koalitionspartner.

184 von 277 eingeladenen Delegierten füllten die Sport- und Kulturhalle in Nidderau-Heldenbergen nicht ganz, doch das Wahlprogramm wurde bei Kaffee und belegten Brötchen mit fast 40 Änderungsanträgen meist einstimmig und nur sehr selten mit Enthaltungen verabschiedet. Die einzige längere Diskussion entbrannte um den Wunsch der Mittelstandsvereinigung (MIT), ein Förderungsprogramm zu initiieren, „das Unternehmen belohnt, deren Auszubildende herausragende Leistungen bei der Abschlussprüfung erbringen“. Die Delegierten einigten sich schließlich auf den Begriff „Anerkennung“.

Die CDU legt drei Hauptziele in ihrem Wahlprogramm unter dem Motto „Menschlich handeln – Zukunft gestalten“ fest: Der Main-Kinzig-Kreis soll zu einer zukunftsfähigen Bildungsregion mit einer gestärkten Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum und einer leistungsfähigen Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Die CDU möchte die freiwilligen Ganztagsangebote zur besseren Bildungsförderung und den Spracheingangstest vor der Einschulung ausweiten und universitäre Fortbildungsangebote für Berufstätige durch Kooperationen mit Hochschulen erreichen.

Frenz forderte in seiner Rede unter anderem den weiteren Ausbau des medizinischen Angebotes an den Main-Kinzig-Kliniken, die Verbesserung der Facharztversorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Stärkung der Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten und Schulen sowie eine enge Kooperation zwischen den Main-Kinzig-Kliniken und den Krankenhäusern der Stadt Hanau und der Region. „Diese Themen bewegen die Menschen, es geht um ihre konkreten Lebensbedürfnisse!“, rief er.

Als Finanzdezernent wiederholte Günter Frenz seine Forderung, den Kommunalen Finanzausgleich neu zu ordnen: „Das Geld, das Hessen in den Länderfinanzausgleich hineingibt, fehlt uns – 1,7 Milliarden Euro!“, rief er. Für den Satz: „Die Nehmerländer Berlin und Rheinland-Pfalz finanzieren ihre unentgeltliche Kinderbetreuung mit Hessen-Euros – das hat mit Solidarität und Strukturausgleich nichts zu tun“, erhielt er starken Applaus. Er erklärte: „Die Neuordnung wird der Schlüssel zur Konsolidierung der Kreisfinanzen sein“.

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