Nidderau

Schutz für Altbäume

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Im Bürgerwald gibt es nur noch wenig alte Bäume, die beide Weltkriege überstanden haben. Die Ortsgruppe des BUND fordert nun eine Quote für diese letzten Altbaumbestände, um sie aus der forstlichen Nutzung herauszunehmen.

Alte Bäume im Bürgerwald sollen aus einer forstlichen Nutzung herausgenommen werden, fordert die Ortsgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Es gibt nur noch wenige Altbestände von Buchen und Eichen, die beide Weltkriege überstanden und das „Erwachsenenalter von mehr als 150 Jahren erreicht haben, notiert BUND-Waldexperte Helmut Gockert. „Diese alten Laubbäume bilden die Basis für den Naturschutz im Wald mit seinen positiven Auswirkungen auf den Artenschutz von Vögeln, Fledermäusen und Insekten.“ Überdies brauche auch der Waldboden alten Baumbestand mit seinen weiträumigen Pilzgeflechten.

Laut BUND zeige Nidderau bereits einen guten Ansatz, acht Prozent des Stadtwalds aus der Forstwirtschaft herauszunehmen. Aus Gründen des Naturschutzes müsse nun auch der Bürgerwald mit den dort letzten Altbaumbeständen in diese Quote einbezogen werden. Damit könne ein Netz aus geschützten Waldbereichen von acht Prozent der Gesamtfläche des Nidderauer Forstes entstehen, so Gockert. Mit 1000 Hektar sei die Stadt einer der bedeutendsten Waldbesitzer im West-Kreis, heißt es.

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