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Wächtersbach

Weitere fünf Millionen für Energiewende

Der zweite kräftige Winter nach der Eröffnung des Holzheizkraftwerks beschert dem Biomasseheizkraftwerk in Wächtersbach neue Anhänger.

Von Jörg Andersson

„Die Leute beobachten, dass alles reibungslos funktioniert“, bilanziert Geschäftsführer Jörg Lotz nach 15-monatiger Betriebsphase. 4000 Tonnen CO2 habe die eigens dafür gegründete Bioenergiegesellschaft mit ihrem regenerativen Projekt der Umwelt bereits erspart, berichtet Lotz.

Ursprünglich suchte man in der 12500-Einwohner-Stadt nur Ersatz für die veralteten Heizungen in der Feuerwache, dem Rathaus sowie Grund- und Gesamtschule. Herausgekommen ist ein schnell mit Öko-Prädikat ausgezeichnete alternative Energieanlage, die inzwischen auch einen großen Betrieb, einen Einkaufsmarkt und mehr als 350 Haushalte mit Fernwärme beliefert. Nun folgt der nächste Ausbauschritt: Bis 2013 soll das Leitungsnetz um sechs Kilometer erweitert und neben dem Schwimmbad zwei weitere Viertel angeschlossen werden. Im „Sandacker“ am westlichen Stadtrand ist das Interesse groß, verfügen doch dort viele Bewohner über alte Ölheizungen.

„Mehr als zehn Prozent Energiekosteneinsparungen“, stellt Jörg Lotz in Aussicht. Die hohe Anschlussdichte macht das Biomassekraftwerk rentabler als etwa in Burgjoß, wo ein ganzes Dorf vor vier Monaten dem Beispiel folgte. In der Kernstadt Wächtersbach könnten bis zu 900 Haushalte unabhängig von Öl und Gas sein, sagt Lotz.

Auch andere Kommunen könnten diesen Weg beschreiten, den politischen Willen und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Energieversorgern vorausgesetzt. Landrat Erich Pipa (SPD) hat den Umstieg auf Biomasse zur Nachahmung empfohlen.

Neun Millionen Euro wurden in das Heizkraftwerk auf dem Messegelände und das Leitungsnetz investiert, fünf weitere folgen. Ein Drittel des Neubaus finanzieren nun Kreissparkasse und die VR-Bank.

Vier Megawatt Wärme und ein Megawatt Strom produziert das Heizkraftwerk, das jährlich 70000 Kubikmeter Holzhackschnitzel verarbeitet, die zu etwa einem Fünftel aus dem umliegenden Büdinger Wald stammen.

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